Mann in Obermeitingen mit Spitzhacke getötet – Sohn in BKH untergebracht

Am 16. Juli war ein Mann in seiner Wohnung in Obermeitingen (Landkreis Landsberg) tot aufgefunden worden. Wenig später wurde der Sohn des Mannes festgenommen. Akutell wird davon ausgegangen, dass dieser sein Opfer mit einer Spitzhacke ums Leben gebracht hatte.

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Symbol-Bild von Maximilian Weber auf Pixabay

Der Polizei war am 16. Juli von einer Anwohnerin eine Auseinandersetzung in Obermeitingen gemeldet worden. Am Einsatzort mussten sie einen Toten feststellen. Sofort wurde die Fahnung nach dem Sohn des Opfers eingeleitet.

Nach ersten Ermittlungen kam es zwischen dem 62-Jährigen und seinem 25-jährigen Sohn zu einer tätlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Sohn auf den Vater mit einem spitzen Gegenstand mehrfach einschlug und ihm dabei tödliche Verletzungen zufügte. Der Tatverdächtige, der sich offensichtlich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, flüchtete nach der Tat aus der Wohnung. Im Rahmen der großangelegten Fahndungsaktion mit starken Polizeikräften, einem Polizeihubschrauber und Polizeisuchhunden konnte der Flüchtige gegen Mitternacht durch eine Zivilstreife der Augsburger Polizei in Schwabmünchen festgenommen werden.

Über die näheren Hintergründe und das Motiv des Tatverdächtigen ist bisher nichts bekannt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck mit der Staatsanwaltschaft Augsburg geführt.

Beschuldigter im BKH untergebracht

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg den Haftbefehl gegen den 25-jährigen Beschuldigten gegen einen einstweiligen Unterbringungsbefehl wegen Mordes ersetzt.

Die bisherigen Ermittlungsergebnisse und eine vorläufige gutachterliche Stellungnahme zur Schuldfähigkeit begründen die dringende Annahme, dass der Beschuldigte die Tat jedenfalls im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat, infolge dieses Zustandes erhebliche rechtswidrige Taten von dem Beschuldigten zu erwarten sind und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich ist. Es wird davon ausgegangen, dass in einer Hauptverhandlung die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden wird.

Der Beschuldigte wurde daher von der Justizvollzugsanstalt in ein Bezirkskran-kenhaus verlegt.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.