Maxfest, marode Schulen und Bäder – Die neue Stadtregierung hat sich viel vorgenommen

Die Verhandlungsführer der CSU, SPD und Grünen haben sich auf eine gemeinsame Stadtregierung geeinigt und die entsprechende Erklärung unterschrieben (wir berichteten). Für die kommenden 6 Jahre haben sich die Koalitionsparteien einiges vorgenommen. Alleine die Grundsatzvereinbarung zwischen Christsozialen und Sozialdemokraten weist 40 Punkte auf, die interfraktionelle Kooperationsvereinbarung mit den Grünen weitere 31 Themen aus.

augsburg_Georgi-Dult_ostern_2014_czech-–-kiefer_gribl_kränzle Maxfest, marode Schulen und Bäder - Die neue Stadtregierung hat sich viel vorgenommen News CSU Dreierbündnis Gribl Grüne SPD Stadtrat Stadtregierung | Presse Augsburg
Der künftige dritte Bürgermeister Stefan Kiefer (li.), OB Gribl (Mitte) und CSU-Fraktionschef Bernd Kränzle haben sich einiges vorgenommen. | Foto: Wolfgang Czech

Presse Augsburg hat sich für Sie eingelesen und 10 Punkte herausgesucht.

Schulsanierung: Innerhalb der kommenden 10 Jahre sollen die teils maroden Augsburger Schulen saniert und modernisiert werden. „Dies erfolgt unter besonderer Belastung des städtischen Haushalts.“

Zudem sollen künftig wieder alles Schulhäuser von städtischen Angestellten gereinigt werden. Damit soll die Qualität gesichert und Lohndumping ausgeschlossen werden.

Bäder: Auch die städtischen Bäder sind teilweise in einem jämmerlichen Zustand, für die Sanierung ist oft kein Geld da. Das Naturfreibad in Haunstetten wurde 2011 von einem privaten Verein übernommen und  wieder zu einem tollen Ziel für die gesamte Familie umgebaut. Die Regierungsparteien planen nun die Übertragung der Bäder auf die Stadtwerke.Eine Preiserhöhung ist ebenso wenig vorgesehen wie die Schließung von Bädern. Ob sich durch einen reinen Übertrag der Aufgaben auf die Stadtwerke bereits eine Verbesserung für die Badegäste einstellen wird bleibt abzuwarten.

Sportstätten: Auch die Sportanlagen in Augsburg haben oftmals schon deutlich bessere Tage gesehen. Jetzt soll ein Masterplan zur Sanierung der Einrichtungen erstellt und angegangen werden.  Das Bildungsreferat wird in diese Planungen mit einbezogen. Künftig sollen die Anlagen für die Bewohner der Wohnquartiere geöffnet werden. Auch an die Vereinssportanlagen wurde gedacht. Auch hier wird ein Konzept mit dem Ziel in jedem Stadtteil eine Breitensportanlage zu haben erarbeitet. Das Curt-Frenzel-Stadion soll eine Überdachung und richtige Kabinen statt Containern auf der Bahn 2 erhalten. Ein CFS wie geplant, sichert dem AEV-Nachwuchs und dem Eis-Breitensport in der Fuggerstadt das Überleben.

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Die Kattaanlage des Zoos wurde über den Förderverein finanziert | Foto: Dominik Mesch

Zoo Augsburg: Der Tierpark benötigt dringend eine neue Elefantenanlage. Die Dickhäuter leben heute nicht mehr zeitgemäß. Im Tierpark ist in den vergangenen Jahren Dank des Freundeskreises und einiger großzügiger Spender und Sponsoren einiges passiert (z.B. Kattaanlage, Reptilienhaus…). Auch die aktuelle Zoodirektorin Barbara Janschke hat ihren Anteil an der positiven Entwicklung des Zoos. Doch an manchen Stellen, wie in leerstehenden Gehegen (z.B. frühere Büffelanlage) wird klar: Es fehlt doch oftmals das Geld. Der Zoo ist gerade für viele Familien der Region ein Magnet und beliebtes Ausflugsziel. Die Stadt sollt als Alleingesellschafterin der Zoo GmbH das notwendige Geld in die Hand nehmen, um das „Wappentier“ des Zoo Augsburg dauerhaft in Schwaben halten zu können.

Hauptbahnhof/Linie 5: Die vorhandenen Umbaupläne werden weiter umgesetzt. Die Linie 5 wird nach Vorschlägen von Experten und Bürgern gebaut werden. Welche dieser Varianten umgesetzt wird, steht aber noch nicht fest. Wenn gleichwertige Vorschläge vorhanden sind, wird die Variante über die Hörbrotstraße nicht zum Zuge kommen.

Bürgerbüros: Die Stadt Augsburg will weiter auf seine Bürger zugehen. Nach der Eröffnung des Bürgerbüros in Kriegshaber (alte KUKA-Halle) betreibt die Kommune aktuell 4 solcher Einrichtungen. Künftig sollen auch in Göggingen und im Hochfeld die Amtsgänge im Stadtteil erledigt werden können. Es fehlen allerdings noch die passenden Räume.

Klinikum: Es ist weiterhin das Ziel aus dem Klinikum eine Universitätsklinik mit all seinen Vorzügen werden zu lassen. Die bisherigen Träger, die Stadt und der Landkreis Augsburg wollen dazu die Trägerschaft an den Freistaat Bayern übertragen, sich aber weiterhin ein Mitspracherecht sichern.

Römisches Museum: Nachdem die ehemalige Dominikanerkirche aufgrund Einsturzgefahr seit einiger Zeit geschlossen ist, ist die Römerstadt Augsburg aktuell ohne passendes Museum. Es soll ein qualitativ besseres Museum erreicht werden. Zudem könnte ein Teil der Anlagen am Pfannenstiel als öffentlicher Park zugänglich gemacht werden und dort Ausgrabungen gezeigt werden.

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Noch sind Teile der Stadtmauer erhalten, es gilt hier zu investieren (Tor an der Thommstr.) | Foto: Dominik Mesch

Stadtmauer: Die mittelalterliche Stadtmauer Augsburgs hat schon manchem Angriff wie etwa des Schwedenheers getrotzt. Doch jetzt nagt der Zahn der Zeit immer mehr daran. Die abschnittsweise Sanierung des bedeutenden Bauwerks ist ein erklärtes Ziel des Dreierbündnisses.

Maxfest: Ja, das Maxfest soll wiederbelebt werden. Das Konzept wird aber wohl ein anderes werden. Bei der letzten Durchführung 2010 kam es zu einigen Sicherheitsbedenken, deshalb soll sich das nächste Fest auf mehrere Plätze der Augsburger Innenstadt verteilen.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Ziele, die sich die neue Stadtregierung gesetzt hatte. Die weitere Restrukturierung der Altenhilfe und die Sanierung des Theaters finden sich darin ebenso, wie die Umsetzung des Konzepts „Fahrradstadt 2020“. Es wartet viel Arbeit auf die Mannschaft von OB Gribl. Am 02. Mai muss sie allerdings erst einmal im Stadtrat wie vorgeschlagen gewählt werden.