Die Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga sorgt für Aufregung: Der Anbieter DAZN fühlt sich benachteiligt und attackiert die DFL, die daraufhin den Prozess vorerst gestoppt hat.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagierte auf einen öffentlichen Brandbrief von DAZN, in dem dem Verband vorgeworfen wird, bei der Vergabe der Rechte nicht fair vorgegangen zu sein.
DAZN veröffentlichte am Mittwoch einen offenen Brief an die DFL-Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel sowie an die 18 Erstliga-Klubs. Hauptkritikpunkt ist, dass die DFL das Angebot von DAZN für das attraktivste Rechtepaket B abgelehnt habe, obwohl es das finanziell beste und überzeugendste gewesen sei.
Die Vergabe sieht vor, dass der Bieter mit dem höchsten Angebot den Zuschlag erhält, wenn es mindestens 20 Prozent über dem zweitbesten Angebot liegt. DAZN behauptet, dass ihr Angebot deutlich überlegen war und vermutet, dass die DFL das Ergebnis bereits im Voraus zugunsten eines anderen Bieters beeinflusst habe.
Die DFL hat infolgedessen den Prozess gestoppt, um den Vorwürfen von DAZN nachzugehen und die Angelegenheit zu klären. Bis zur Lösung dieses Streits wird die Vergabe der TV-Rechte vorerst ausgesetzt bleiben.


