Mehr als brave Gratulanten sein | Der FC Augsburg reist zum letzten Saisonspiel zum FC Bayern

Der FC Augsburg kann nach dem der Klassenerhalt am vorletzten Saisonspieltag geschafft wurde locker in das Saisonabschlussspiel gehen. Beim FC Bayern wollen sie mehr als ein braver Gratulant bei der Meisterfeier sein. Bei den Münchnern geht es noch um etwas.

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Schlussjubel v.re: Markus WEINZIERL (Trainer FC Augsburg). Der Klassenerhalt ist geschafft Foto:Frank Hoermann / SVEN SIMON / POOL

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„Lehnt euch zurück, dass der FC Augsburg in dieser Liste nicht dabei ist (Anm. in der Liste der Teams die noch um den Klassenerhalt kämpfen), freut euch darüber, wie wir es tun. Das wäre ein Nervenkitzel geworden, den keiner braucht.“, freut sich Augsburgs Trainer Markus Weinzierl, dass bereits vor dem letzten Spieltag der Klassenerhalt geschafft wurde. Während es für Bielefeld, Bremen und Köln noch um den Verbleib in Liga 1 geht, kann der FCA heute gelöst, das Erstligaticket in der Tasche, nach München fahren. Als braver Gratulant wollen sie bei der Übergabe der Meisterschale aber sicher nicht erscheinen. Weinzierl möchte mit seinem Team ein ordentliches Ergebnis erzielen und den aufsteigenden Trend mit in die kommende Spielzeit transportieren. Eine 1:8-Pleite, wie in Wolfsburg zum Saisonabschluss 2019, soll es in keinem Fall geben. In Augsburg rechnet man sich sogar kleine Chancen aus in der Landeshauptstadt etwas zu holen, damit dies klappt wird man besonders auf FCB-Rekordtorjäger Robert Lewandowski achten müssen.

Lewandowski-Rekord verhindern, für Gerd Müller und die eigene Bilanz

Der Pole ist mit seinem Elfmetertreffer gegen Freiburg mit Gerd Müller in der ewigen Bestenliste gleichgezogen. Der Pole hat wie der Nördlinger Müller nun 40 Saisontreffer auf dem Konto, der Rekord aus den 1970er Jahren ist eingestellt. Weinzierl, den eine gemeinsame Zeit mit Gerd Müller bei den Bayern Amateuren verbindet, wünscht sich, dass es bei einem geteilten Rekord bleibt. Augsburg wird versuchen einen weiteren Lewandowski-Treffer zu verhindern, für Müller und für das eigene Ergebnis. Gelingt es dem FCA ein Tor von Münchens Nummer 9 zu verhindern, steigen die Chancen auf ein gutes Ergebnis im bayerisch-schwäbischen Derby.

Abschied von Legenden auf und neben dem Platz

Verzichten muss Weinzierl bei dieser enormen Aufgabe ausgerechnet auf zwei wichtige Defensivakteure. Neben dem seit Wochen verletzten Udoukhai wird auch Iago fehlen. Der Brasilianer laboriert seit einiger Zeit an Knieproblemen. Für den Torschützen der Vorwoche Rani Khedira (zu Union Berlin) wird es das letzte Match im FCA-Trikot werden, ob Benes (Leihe aus Gladbach endet) zum Einsatz kommen wird blieb gestern noch offen.

Auch beim FC Bayern werden noch Abschiedstränen fließen. Mit David Alaba, Jerome Boateng und Javier Martinez, sowie der Co-Trainer-Legende Hermann Gerland werden wichtige Eckpfeiler der so erfolgreichen letzten zehn Jahre den Rekordmeister ebenso verlassen, wie Trainer Hansi Flick.

Und auch aus der Tribüne wird es einen Abschied geben, der viele Fußballfans berühren wird. BR-Reporter Karlheinz Kas wird ein letztes Mal ein Bundesligaspiel für „Heute im Stadion“ kommentieren. „Kasi“ hatte 1980 beim Bayerischen Rundfunk begonnen und ist für viele Fans neben Günther Koch und Edgar Endres eine der Stimmen des bayerischen Fußballs.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

FC Bayern: Neuer – Pavard, Boateng, Hernandez, Davies – Kimmich, Alaba – L. Sané, T. Müller, Coman – Lewandowski

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Oxford, Gouweleeuw, Pedersen – Khedira – Moravek – Caligiuri,  Richter, Hahn – Niederlechner