Grüne Wärme für die Gewerbegebiete in Lechhausen und die Firma KUKA: Nach neun Monaten Bauzeit haben die Stadtwerke Augsburg (swa) eine neue Fernwärmeleitung, die sogenannte „Stammleitung 7“, in Betrieb genommen. Die neue Fernwärmeleitung stellt einen weiteren Meilenstein für die Versorgung der Stadt Augsburg mit nachhaltiger Energie dar.

2019_11_14_Fernwaermeleitung_02 Mehr grüne Wärme | Stadtwerke Augsburg nehmen neue Fernwärmeleitung in Lechhausen in Betrieb Augsburg Stadt Augsburg-Stadt News Wirtschaft Augsburg Eva Weber Fenrwärme Kuka Lechhausen Stadtwerke Augsburg swa | Presse Augsburg
Nach neun Monaten Bauzeit erstreckt sich die neue Fernwärmleitung 7 über drei Kilometer von der Aindlinger Straße bis zum Roboterhersteller KUKA. Foto: swa / Thomas Hosemann

„Die Fernwärme ist das größte Klimaschutzprojekt in der Stadt Augsburg“, sagte swa-Geschäftsführer Alfred Müllner bei der offiziellen Inbetriebnahme bei KUKA. „Wir haben Dank der gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten von der Bauzeit und den Kosten eine Punktlandung erreicht.“

Die neue Stammleitung ist an eine bestehende Fernwärmeleitung in der Aindlinger Straße angebunden, von dort aus beträgt ihre Gesamtlänge bis zur Firma KUKA fast drei Kilometer. Mit Baukosten von rund sechs Millionen Euro investieren die Stadtwerke Augsburg einmal mehr in nachhaltige Energie und damit in die Zukunftsfähigkeit der Stadt.

Bürgermeisterin Eva Weber: „Die Stadtwerke machen den Wirtschaftsstandort Augsburg zukunftsträchtig“

Rund 44.000 kW Wärme können allein über die Stammleitung 7 transportiert werden – klimaneutrale Wärme für umgerechnet 4.400 Einfamilienhäuser gleichzeitig. „Innovation hat in Augsburg Tradition“, sagte die Zweite Bürgermeisterin Eva Weber bei der Inbetriebnahme. Mit der neuen Fernwärmeleitung hätten die Stadtwerke einen großen Beitrag zum Klimaschutzprojekt der Stadt Augsburg geleistet. „Die Stadtwerke gehen mit ihren innovativen Projekten voran und machen den Wirtschaftsstandort Augsburg zukunftsträchtig.“

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Hier fließt die grüne Wärme ins Gebäude: Antje Schmid, Leiterin Facility Management KUKA, Bürgermeisterin Eva Weber, Stadt Augsburg, und swa-Geschäftsführer Alfred Müllner (v.l.) öffnen symbolisch die Schleusen.
| Foto: swa / Thomas Hosemann

Erzeugt wird die Energie in der Abfallverwertungsanlage sowie im Biomasse-Heizkraftwerk und der Gasturbine der swa über die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung. Die bei der Stromgewinnung entstehende Wärme wird genutzt, um Heizwasser für die Fernwärme zu erhitzen. Durch diesen ökologischen Energiekreislauf können nicht nur Kosten bei der Energiegewinnung gespart, sondern auch CO2-Emissionen deutlich reduziert werden.

Stadtwerke Augsburg investieren 80 Millionen Euro jährlich in die städtische Infrastruktur

Insgesamt umspannt das Netz der Fernwärmeleitungen der swa rund 170 Kilometer. Mit der erzeugten Wärme können umgerechnet 35.000 durchschnittliche Haushalte in der Stadt versorgt werden. Neben der gesamten Innenstadt nutzen auch das Univiertel und die Universität, weite Teile von Pfersee und Kriegshaber, die City-Galerie und das Schwaben Center sowie Teile des Textilviertels die ökologisch erzeugte Wärme. Kliniken, wie Uniklinikum, Josefinum, Diakonissenhaus oder Vincentinum sind ebenfalls an das Netz angeschlossen, seit vergangenem Jahr zudem ein Wohngebiet in Neusäß. Die swa versorgen außerdem viele kleine und große Unternehmen mit Fernwärme, wie etwa die Firma KUKA. „In den nächsten Jahren werden die Stadtwerke jährlich rund 80 Millionen Euro in die Augsburger Infrastruktur investieren“, so Geschäftsführer Müllner. Auch in Zukunft stehe für weitsichtige Entscheidungen das gesellschaftliche Miteinander mit der Stadt im Vordergrund.