Mit Send- und Geleitbriefen für die Gemeinden Erkheim und Mindelheim stattete Memmingens „Schultheiß“ Manfred Schilder die Landsknechte des Fischertagsvereins aus. Mit Geschenken und Briefen versehen, zogen diese historisch gewandet los, um beim Fest zu Ehren der Rückkehr des Vaters der Landsknechte, Georg von Frundsberg, aus Bicocca teilzunehmen.

2022 06 25 Entsendung Landsknechte 002
Schultheiß“ Manfred Schilder (2.v.r.) übergibt Hauptmann Michael Karrer (3.v.r.) die Sendbriefe und Geschenke für den Markt Erkheim und die Kreisstadt zu Mindelheim. Foto: V. Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen

Mit der Musik von Flöten und Trommeln zog das bunte Landsknechtsfähnlein der freien Reichsstadt Memmingen vor das Rathaus. Der Bitte des Hauptmanns Michael Karrer nach Send- und Geleitbriefen für sich und seinen „Haufen“, kam der Schultheiß der ehemals freien Reichsstadt gerne nach. Auch Geschenke entbot Manfred Schilder den Kollegen in Erkheim und Mindelheim. „Für die schon mehrere Male gewähret Gastung unserer tapferen Mannen und ihrer nicht minder gefürchteten Weiber- und Kinderschar, lassen wir gar herzliche Gruß- und Dankesworte überbringen“, übersandte Schilder im Brief an die Erkheimer, die dem Fähnlein auf dem Weg durchs Unterallgäu wie schon die Jahre zuvor eine Übernachtungsmöglichkeit boten.

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Nachbarliche Grüße gab es auch an die freien Räte und Schultheiß von Mindelheim: „Aus dem Grunde einer guten und tiefen Verbundenheit mit eben dieser Herrschaft, möchten Rat und Schultheiß unseren Mindelheimer Nachbarn die pflicht-schuldigste Referenz zu Teil werden lassen.“

Der bunt gewandete Tross trat dann, mit Kind und Kegel sowie Leiterwagen, Fahne und Piken ausgestattet, seinen Marsch nach Mindelheim an.