Memmingen Indians sichern sich das Finalticket – Ab Freitag geht es gegen Regensburg um den Aufstieg

Die Memminger Indians schreiben weiter Geschichte. Durch den Sieg im alles entscheidenden Spiel gegen die Hannover Indians sicherten sich die Rot-Weißen das Finalticket. Knapp über 3100 Zuschauer sahen diesen historischen Erfolg. Schon am Freitag kommt es zum ersten Endspiel gegen Regensburg.

Jubel Hannover
Foto: Alwin Zwibel

Nach der Niederlage am Pferdeturm kam es zum Showdown am Memminger Hühnerberg. Beide Mannschaften kämpften um das letzte Finalticket und schenkten sich wieder einmal nichts.

Im ersten Drittel legten die Maustädter gut los. Die Indianer zeigten sich kämpferisch und fanden wieder zu ihrem System. Bereits mit einer der ersten Aktionen hämmerte Leon Kittel die Scheibe zum 1:0 in die Maschen. Minuten später versenkte Sergei Topol zum 2:0, was angesichts der Spielanteile im ersten Drittel nicht unverdient war. Weitere Tore fielen jedoch nicht mehr.

Im zweiten Drittel verkürzten die Gäste aus Hannover in der 26.Minute durch Robin Thalmeier, wodurch das Spiel wieder ausgeglichener und spannender wurde. Beide Teams waren taktisch gut eingestellt und versuchten das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Doch nach 40 gespielten Minuten blieb es beim 2:1 für die Memminger Indians, was nochmals Spannung für das letzte Drittel versprach.

Im letzten Spielabschnitt drehte der EC Hannover zuerst das Spiel. In der 41.Minute verwandelte Kyle Gibbons zum 2:2. Nur zwei Minuten später gingen die Niedersachsen in Führung. Erneut setzte Robin Thalmeier die Scheibe zum 3:2 in den Winkel. Doch der Hühnerberg pushte sein Team voran, welches in der 48.Minute eine Überzahlsituation zum Ausgleich nutzte. Alec Ahlroth brachte die Scheibe im Gehäuse des EC Hannover unter. Damit war das Spiel in den letzten zehn Minuten völlig offen. In der 56.Minute hatte Memmingen erneut die große Chance in Überzahl den Führungstreffer zu erzielen. Einen schönen Pass von Jaro Hafenrichter verwertete Matej Pekr zum 4:3, was den Hühnerberg zum Überkochen brachte. Die Partie war dennoch nicht vorbei und Hannover versuchte jetzt nochmals alles. Der ECDC ließ sich diesen Sieg aber nicht mehr nehmen. Jaro Hafenrichter besiegelte mit seinem Empty-Net-Goal zum 5:3 den Finaleinzug. Der gesamte Hühnerberg feierte diesen historischen Erfolg. Faire Szenen gab es auch nach Ende des Spiels zu sehen. Beide Fanlager beklatschten die Teams auf dem Eis, die sich sowohl sportlich als auch auf den Rängen eine faire und tolle Serie lieferten.  

Der ECDC Memmingen steht damit im Finale der Eishockey-Oberliga, das schon am Freitag am Hühnerberg beginnt. In einer Best-of-Five-Serie gegen die Eisbären Regensburg wird der Oberliga-Meister und sportliche Aufsteiger in die DEL2 ermittelt. Die Indianer haben in dieser Serie erneut das Heimrecht und wollen am Freitag mit einem ausverkauften Hühnerberg erfolgreich in Spiel 1 starten. Karten für das erste Finalspiel sind ab Donnerstag, 12 Uhr  verfügbar. Spielbeginn am Hühnerberg ist um 20:00.

ECDC Memmingen: Eisenhut (Deske) – Kittel, Svedlund; Raab, Kasten; Stange, Schirrmacher; Bergen – Hafenrichter, Peter, Pohl; Topol, Ahlroth, Pekr; Nirschl, Lukes, Huhn; Pfalzer, Hofmann, Abstreiter.

Tore: 1:0 (1.) Kittel (Hafenrichter, Peter), 2:0 (8.) Ahlroth (Pekr), 2:1 (26.) Thalmeier (Möller, Kiss), 2:2 (41.) Gibbons (Bowles), 2:3 (43.) Thalmeier (Bacek), 3:3 (48.) Pekr (Hafenrichter, Svedlund, 5-4), 4:3 (56.) Pekr (Hafenrichter, Svedlund, 5-4), 5:3 (60.) Hafenrichter (Pekr, Svedlund, ENG)

Strafminuten: Memmingen 2 – Hannover 8

Zuschauer: 3108

(fl/mfr)