Merck-Chef dämpft Hoffnungen auf schnellen Corona-Impfstoff

Der Chef des Pharmakonzerns Merck, Stefan Oschmann, dämpft die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus. „Viele gehen davon aus, dass wir in 12 bis 18 Monaten einen Impfstoff haben, wenn wir Riesenglück haben“, sagte er dem Fernsehsender n-tv. „Früher hätte es vielleicht sieben Jahre gedauert, einen Impfstoff zu haben, wir sprechen jetzt von 12 bis 18 Monaten.“

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Die Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina hinsichtlich von Lockerungen der Beschränkungen hält Oschmann für eine „sehr kluges Papier“. Jeder, der jedoch konkrete Vorhersagen mache, sei „unprofessionell“, so der Merck-Chef. „Keiner weiß ganz genau, was da passiert. Da kann keiner seriös konkrete Vorhersagen machen.“

Bezüglich der Intensivbetten sei Deutschland in einer vergleichsweise „sehr guten Situation“. Bei Medikamenten laufen derzeit auch Studien mit Merck-Produkten. „Wir hoffen, dass wir innerhalb von einigen Wochen Zwischenergebnisse haben, ob antivirale Substanzen, welche wirken.“

Wenn man die Schwererkrankten einigermaßen gut behandeln könne, dann werde sich die Situation deutlich ändern, so Oschmann.