Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Ungarn für seinen Beitrag zur Deutschen Einheit gedankt. Auch die Aktivitäten der Menschen in Polen und der damaligen Tschechoslowakei hätten mit dazu geführt, „das Wunder der Deutschen Einheit“ zu ermöglichen, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. Am 19. August 1989 wurde die Grenze zwischen Ungarn und Österreich für ein „Paneuropäisches Picknick“ geöffnet. Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur

Die Bundeskanzlerin wird am Montag an den Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag dieses Ereignisses in Ungarn teilnehmen. Ungarn habe den Mut aufgebracht, die Grenzen zu öffnen und damit den Menschen aus der ehemaligen DDR, die ausreisen wollten, die Flucht in den Westen ermöglicht, so die Bundeskanzlerin weiter. Dies sei „ein ganz wichtiger Baustein“ auf dem Weg zu Maueröffnung und Deutscher Einheit gewesen – genauso wie der Mut der Menschen, die sich nach den Kommunalwahlen in der DDR im Mai 1989 politisch engagiert und deutlich gemacht hätten.

„Es muss sich etwas ändern“, sagte Merkel. Die Einigung Europas und die Überwindung des Kalten Krieges habe „zu einer neuen Partnerschaft mit den Ländern Mittel- und Osteuropas geführt, die wir heute gemeinsam in der Europäischen Union und in der NATO leben können“, so die Kanzlerin weiter. Auch für sie persönlich seien die Ereignisse vor 30 Jahren „eine unglaublich aufregende Zeit“ gewesen. „Wir haben uns politisch plötzlich vorstellen können, dass sich etwas ändert“, so Merkel.