Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz und eine Gruppe Unions-Abgeordneter setzen sich dafür ein, dass der Alltag politischer Amtsträger mit Kindern erleichtert wird. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen.

Nächsten Dienstag findet demnach ein Runder Tisch der Union zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mit Merz statt. Rund 25 Unions-Abgeordnete hatten bei einem ersten Treffen zehn Vorschläge erarbeitet. Vorgeschlagen wird demnach u.a., dass Sitzungen im Deutschen Bundestag (insbesondere fraktionsintern) immer in hybrider Form angeboten werden. Es soll mehr Kinderbetreuungsangebote (z.B. Babysitter-Pools für abendliche Veranstaltungen) und mehr kindergerechte Angebote (z.B. Kindermenüs in den Restaurants und Kantinen) geben. Doppelsitzungswochen sollen auf ein „absolutes Minimum“ reduziert werden, die Anreise in einer Doppelsitzungswoche soll an einem Dienstag möglich sein. Sonntagstermine sollten vermieden werden. Abstimmungs- und Sitzungszeiten sollen familienfreundlicher gestaltet werden (z.B. möglichst keine langen Nachtsitzungen). Mit-Initiatorin der Runden Tischs, CDU-Parlamentarierin Anne König, sagte der „Bild“ dazu: „Seine schnelle Zusage zeigt, dass Merz das Thema wirklich wichtig ist.“ Auch Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien freut sich über die Offenheit des Parteichefs für dieses Anliegen: „Merz hat von Anfang an erkannt, dass es von Bedeutung ist, es jungen Familien zu erleichtern, Beruf und Politik mit dem Privatleben unter einen Hut zu bringen.“

Foto: Friedrich Merz, über dts Nachrichtenagentur

Merz Will Parlamentsarbeit Familienfreundlicher Gestalten