Messerangriff im Aichacher Stadtpark – 21-Jähriger zu Jugendstrafe verurteilt

Im Februar war es im Aichacher Stadtpark zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein 21-Jähriger auf seinen Kontrahenten mit dem Messer einstach. Der Angreifer musste sich nun vor dem Jugendschöffengericht in Augsburg verantworten.Gericht1

Im Februar 2023 war es in einer Aichacher Bar zu einem Streit und einer anschließenden körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Einer der Kontrahenten verpasste seinem Gegenüber dabei einen Kopfstoß, der dazu führte, dass das Nasenbein des Angeklagten brach und dieser aus der Nase blutete. Der Verletzte verließ daraufhin das Lokal, kehrte aber später in die Bar zurück und rief mehrere Freunde. Sodann vereinbarte die Gruppe um den 21-Jährigen mit dem Gegenüber ein Treffen im Aichacher Stadtpark, um die vorgenannte Angelegenheit zu klären. Es kam zu später Stunde im Bereich des Aichacher Stadtparks mit dem Geschädigten und dessen Begleitern zu einem Treffen. Sowohl der 21-Jährige, der die körperliche Überlegenheit seines Gegenübers kannte, jedoch verdeckt ein Messer mit einer Klingenlänge von ca. 7 cm mit sich führte, um diesen Nachteil auszugleichen, als auch der Gegner selbst traten jeweils aus der Gruppe hervor.

Nach einer zunächst kurzen, verbal geführten Auseinandersetzung zog der 21-Jährige für den zunächst nicht erkennbar das mitgeführte Messer und stach damit wuchtig mindestens dreimal in Richtung des Körpers des Geschädigten, um diesen gravierend zu verletzen. In dieser Situation nahm er den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf. Entgegen der Intention des Angreifers erlitt der Geschädigte lediglich zwei schmerzhafte Einstiche mit einer Tiefe von jeweils ca. 3 cm, ohne dass er zunächst eine erkennbare körperliche Reaktion auf die Einstiche gezeigt hatte. Nicht ausschließbar hatte der Angeklagte daher erkannt, dass der Geschädigte noch keine gravierenden Verletzungen davongetragen hatte und entfernte sich sodann ohne weiter auf diesen mit dem Messer einzuwirken, obwohl ihm dies möglich gewesen wäre.

Der 21-Jährige musste sich am Mittwoch vor dem Jugendschöffengericht in Augsburg verantworten. Das Gericht verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten.