Messerstecher vom Augsburger Rathausplatz zu Haftstrafe verurteilt

Im Juli letzten Jahres hatte ein damals 19-Jähriger auf dem Augsburger Rathausplatz einen Mann im Streit lebensgefährlich mit dem Messer verletzt. Nun wurde er vom Augsburger Amtsgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

2015-11-23-Kinderartztverfahren-–-03 Messerstecher vom Augsburger Rathausplatz zu Haftstrafe verurteilt Augsburg Stadt News Polizei & Co Amtsgericht Augsburg Augsburg Messerstecher Rathausplatz Urteil | Presse Augsburg
Symbolbild| Foto: Wolfgang Czech

Im Juli letzten Jahres sorgte der Fall eines Messerstechers für Aufsehen.

Am Eisenberg nahe des Rathausplatzes war es damals zu einer Auseinandersetzung zweier Personengruppen gekommen. Im Verlauf des Streits fügte ein 19-jähriger in Augsburg geborener Mann einem 25-jährigen Syrer mit einem Messer eine Stichverletzung im Oberkörper zu, sodass dieser mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein weiterer Mann wurde am Arm verletzt (wir berichteten).

Am Montag musste sich der Angreifer nun wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen vor Gericht verantworten. Er zeigte sich einsichtig und legte ein Geständnis ab. An diesem Tag hatte er mit Freunden Alkohol und Drogen konsumiert, wie es zu dem Streit und dem anschließenden Messerangriff kommen konnte weiß er nicht mehr.

Ein „unbeschriebenes Blatt“ ist der heute 20-Jährige aber nicht. Wegen früherer Vergehen war er bereits zu einer Einheitsjugendstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt gewesen. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung, Beleidigung, Körperverletzung, dem vorsätzlichen Führen einer Schusswaffe und Leistungserschleichung finden sich in seinem Zentralregistereintrag. Die zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafte für die vorangegangenen Taten war nach dem Vorfall im Juli widerrufen worden, nach der Untersuchungshaft musste er die Strafe antreten. Nun wird er noch deutlich länger im Gefängnis bleiben müssen.

Das gestrige Verfahren  endete bereits heute mit einer Verurteilung des Mannes zu einer Einheitsjugendstrafe von 5 Jahren und 9 Monaten. Hierbei wurden ein frühere Urteil einbezogen. Zudem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.