Mickhausen | Sanierung des Staudenschlosses wird mit knapp 2,5 Millionen Euro gefördert

Die Instandsetzung von Schloss Mickhausen im Landkreis Augsburg, auch Staudenschloss genannt, wird mit 2.468.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds gefördert. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute bekannt.

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Foto: Bernhardkmk

„Schloss Mickhausen ist ein frühes und weitgehend erhaltenes Beispiel eines stattlichen Herrensitzes der Fugger aus dem 16. Jahrhundert. Es ist ein wesentliches Zeugnis Augsburger Renaissancearchitektur und daher von historisch und künstlerisch herausragender Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass wir die Instandsetzung von Schloss Mickhausen mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen“, betonte Kunstminister Bernd Sibler.

Der imposante Hauptbau des Schlosses ist symmetrisch um einen Innenhof herum angelegt. Wichtigster Akzent der Außenfassaden ist das Hauptportal. Im Innern erschließen entlang der Innenhoffassaden umlaufende Flure die nach außen orientierten Räume. Nord-, West-, und Südflügel sind noch weitgehend dem renaissancezeitlichen Bestand von 1535/36 zuzurechnen. Der Ostflügel wurde im ausgehenden 17. Jahrhundert unter dem Münchner Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi erneuert. An historischer Innenausstattung sind insbesondere der nahezu vollständig erhaltene Türbestand aus dem späten 17. Jahrhundert, die gleichzeitig entstandenen Stuckprofile in den Zimmern, die zum Teil barocken, zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammenden Fenster sowie der ebenfalls noch aus dem 17. Jahrhundert stammende Kamin im ehemaligen Rittersaal bemerkenswert.

Beabsichtigt ist eine Gesamtinstandsetzung des Baudenkmals, da sich die Dachhaut und die Dachwerke in einem maroden Zustand befinden. Außerdem sind die Ausstattung, die teils noch auf die Entstehungszeit des Baus zurückgeht, und die Putzoberfläche restaurierungsbedürftig.

Eigentümerin ist die Hermann-Messerschmidt-Kulturerbe-Stiftung.

Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Die Maßnahme ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und wird von diesem fachlich begleitet.