Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Markus Blume haben am Montag gemeinsam die erste Vorlesung des Sommersemesters am neu gegründeten Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universität Augsburg besucht.

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Gesundheitsminister Holetschek (im Bild) und Wissenschaftsminister Blume waren zu Gast in Augsburg | Foto: stmgp

Gesundheitsminister Holetschek warb bei den Nachwuchsmedizinerinnen und -medizinern für das bayerische Stipendienprogramm für Medizinstudierende. Der Minister betonte: „Wir brauchen in Bayern mehr junge Ärztinnen und Ärzte, die sich für die Allgemeinmedizin begeistern und bereit sind, ihren Beruf dort auszuüben, wo sie besonders gebraucht werden. In den Händen der Hausärztinnen und -ärzte von morgen liegt einmal die Gesundheit der Menschen im Freistaat. Denn sie sind und bleiben das Rückgrat der ambulanten Versorgung und die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Vertrauens vor Ort.“

Holetschek ergänzte: „Wir unterstützen unseren medizinischen Nachwuchs daher mit einem umfangreichen Förderprogramm. Mit unserem Stipendienprogramm fördern wir ab dem dritten Studienjahr Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach ihrem Studium für eine bestimmte Zeit als Hausärztin bzw. Hausarzt im ländlichen Raum zu arbeiten. Die Studentinnen und Studenten erhalten aktuell 600 Euro pro Monat für maximal vier Jahre.“

Wissenschaftsminister Blume betonte: „Bayern beugt dem drohenden Hausarztmangel vor. Unser Stipendienprogramm ist ein Mittel mit Langzeitwirkung – ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Und auch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin sind eine Brücke zwischen Hochschulmedizin und Hausarztpraxen. Sie wecken bei den Studierenden Interesse an dieser für uns alle wichtigen Fachrichtung. Denn Allgemeinärztinnen und -ärzte sind das Herz unserer medizinischen Versorgung.“

Der Gesundheitsminister unterstrich: „Wir müssen heute die medizinische Versorgung von Morgen sichern. Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen immer älter werden. Und mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Gleichzeitig führt der demografische Wandel dazu, dass in den kommenden Jahren viele Hausärztinnen und Hausärzte altersbedingt aus der Versorgung ausscheiden. Umso mehr freut es mich, dass inzwischen fünf der sechs Medizinischen Fakultäten in Bayern einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin etabliert haben.“

Holetschek betonte: „Wir schlagen damit eine Brücke zwischen der Hochschulmedizin und der hausärztlichen Praxis. Ich setze mich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass an allen medizinischen Fakultäten in Bayern Lehrstühle für Allgemeinmedizin eingerichtet werden. Ich bin überzeugt: Das wird den Beruf des Hausarztes bzw. der Hausärztin ganz erheblich stärken!“

Alle Informationen rund um das Stipendienprogramm für Medizinstudierende zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung vor allem im ländlichen Raum finden Sie unter www.stmgp.bayern.de/service/foerderprogramme/stipendienprogramm-fuer-medizinstudierende.