Am Samstag, 26.10.2019 wurde zum ersten Mal die Neuinterpretation von „Giselle“ aufgeführt. Unter den Gästen war auch OB Dr. Gribl mit Gattin.

giselle_foto_jan-pieter_fuhr_4726 Minutenlanger Applaus für die gelungene Ballett-Premiere „Giselle“ des Staatstheaters Augsburg Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Newsletter Ana Isabel Casquilho Ballett Augsburg Giselle Gustavo Barros Ivan Demidov Ricardo Fernando Staatstheaters Augsburg | Presse Augsburg
Ana Isabel Casquilho, Gustavo Barros | Foto: Jan-Pieter Fuhr

Zu Beginn der Vorstellung ist der rote Vorhang noch zugezogen. Jedoch nehmen die Musiker der Augsburger Philharmoniker bereits ihre Plätze ein. Das gespannte Publikum wird von dem Dirigenten und musikalischem Leiter Ivan Demidov begrüßt. Der sogleich mit dem Orchester ein regelrechtes Feuerwerk entzündet.

Nach den ersten Klängen erobern nun die Tänzer die Bühne. Man erkennt sofort das die Kostüme und Bühnenbilder aus einer Feder stammen, der von Dorin Gal. Passend zur Stimmung sind die Farben hell und freundlich oder dunkel und bedrückend.

Ein großes Lob gilt auch allen Tänzern, die mit ihren klar definierten Körpern die Geschichte von „Giselle“ erzählen. Ohne Worte, rein durch ausdrucksstarke Bewegungen wird das Publikum in den Bann einer leidenschaftlichen und unerfüllten Liebe gezogen.

Eine Änderung in der Dramaturgie – Giselle opfert sich für die Liebe

Wer den Klassiker „Giselle“ kennt, bemerkt, dass das Ensemble in der Schlüsselszene eine Veränderung in der Dramaturgie vorgenommen hat.

Giselle wird sich der Liebe wegen opfern. Albrecht und auch Hilarion werden nun von Gewissensbissen geplagt. Traurig begibt sich Albrecht in den Wald, wo er die tote Giselle trifft. Hilarion treibt es auch in den Wald und muss mit den Wilis und deren Königin Myrtha fast bis zum umfallen tanzen.

Die Geschichte endet damit, dass sich Giselle und Albrecht endgültig voneinander verabschieden mussten.

Trotz des fehlenden Happy Ends, war die Vorstellung grandios. Dies wurde auch von den Zuschauern mit einem minutenlangen tosendem Applaus belohnt.

Filipa zu Silbersee