Nach dem Heimsieg über Union kann sich der FC Augsburg den Blick in den Rückspiegel eigentlich sparen, jetzt geht dieser nur noch nach vorne. Am Freitagabend kann bei Eintracht Frankfurt ein weiterer großer Schritt gelingen.

Der 2:0-Heimsieg vor einer Woche gegen Union Berlin war wohl der letzte “Euphorie-Wecker”. Trotz einer eher unterdurchschnittlichen Leistung konnte der FC Augsburg die Eisernen bezwingen und sich endgültig den Blick in den Rückspiegel sparen. “Der Druck, nicht zu wissen was passiert, wenn man ein, zwei Spiele verliert, ist weg. Jetzt kannst du alles gewinnen und nur nach vorne schauen”, gibt Augsburgs Cheftrainer Jess Thorup die Richtung für die kommenden Wochen vor.
Mit breiter Brust nach Frankfurt
Heute geht der Blick nach Frankfurt, wo man um 20:30 Uhr auf die nur drei Punkte bessere Eintracht treffen wird. Mit einem Sieg mit mindestens zwei Treffern Unterschied könnte man den Europa League-Sieger von 2022 hinter sich lassen und selbst einen weiteren Schritt auf die internationalen Startplätze zugehen. Thorup: “Wir fahren nach Frankfurt mit breiter Brust, haben seit langem sehr viel Selbstvertrauen aufgebaut. Die Mannschaft glaubt an sich. Wir glauben daran, dass wir egal gegen wen wir auf den Platz gehen, gewinnen können.”
Auch bei den mit hoher individueller Klasse ausgestatteten Hessen möchte Augsburg mit seinem Zusammenhalt und mannschaftlicher Geschlossenheit bestehen.
Der Zeitpunkt für das Duell scheint gut. Während der FCA aus den letzten fünf Bundesligaspielen 10 Punkte sammeln konnte, waren es beim Team aus der Bankenmetropole nur halb so viele. Auch in der Conference Leauge (aus gegen Saint-Gilloise) und im Pokal (aus in Saarbrücken) zeigte man sich 2024 nicht erfolgreich und spielt längst keine Rolle mehr. Zum mäßigen Erfolg dürfte bei der Diva am Main nun auch der gestiegene Druck kommen. Während man in Augsburg von Europa reden kann, ist die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe für die SGE klares Saisonziel.
Leistungsträger vor Rückkehr
Beide Mannschaften hatten zuletzt verletzungsbedingt auf einige wichtige Spieler verzichten müssen. Bei Augsburg könnten mit Mbabu und dem von der Eintracht ausgeliehenen Jakic zwei Stammspieler zurückkehren, zudem könnte Dorsch wieder eine Option sein. Egal wer auf dem Platz stehen wird, der FCA hat in den letzten Partien gezeigt, dass er inzwischen sowohl vom Aufgebot, als auch von den taktischen Positionen her deutlich unberechenbarer geworden ist. Ein ungenahmer Gegner in einer guten Ausgangssituation fährt nun nach Frankfurt, mit im Gepäck große Ambitionen: “Wir stehen dort, wo wir träumen dürfen”
Die voraussichtliche Aufstellung

Dahmen – Mbabu, Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen – Jakic – Maier, Engels – Vargas -Tietz, Demirovic

