Mit der Stadtmetzg wird ein zweites Holl-Gebäude in Augsburg saniert

Im Zuge des Bauunterhalts wird die Fassade der Anfang des 17. Jahrhunderts (1606 bis 1609) von Elias Holl erbauten Stadtmetzg saniert. Dabei werden Substanzschäden an Putz, Fenstern und Verblechungen beseitigt sowie der Anstrich erneuert.

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Das Verwaltungsgebäude Stadtmetzg in der Augsburger Innenstadt. | Foto: Hochbauamt Stadt Augsburg

Bei einer im vergangenen Jahr durchgeführten Befunduntersuchung wurde festgestellt, dass an dem Gebäude trotz mehrfacher Zerstörung noch originale Putze von Elias Holl existieren. Darauf hin wurden weiterreichende Laboruntersuchungen durchgeführt, wodurch die ursprüngliche Farbfassung der Fassade nachgewiesen werden konnte.

So war die Fassade nicht einfarbig Ocker, wie sie derzeit aufgebracht ist, sondern war entsprechend den Bauwerken der damaligen Zeit zweifarbig gehalten, wie etwa auch das Rathaus. Dabei wurden Schmuckelemente wie Fenstertaschen und deren Giebel oder Gesimse durch das Absetzen der Farbe nochmals betont.

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Foto: Hochbauamt Stadt Augsburg

In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutz-behörde soll die historische Farbgestaltung wieder aufgenommen werden. Daher wird im Sommer dieses Jahres das Gerüst der Südseite um das gesamte Gebäude erweitert und die Fassade entsprechend dem vorhandenen Farbmuster mit mineralischer Farbe neu gestrichen. Die Kosten für diese von Juni bis Oktober 2016 geplante Maßnahme belaufen sich auf ca. 225.000 Euro.“

Mit dem Augsburger Rathaus wird aktuell ein weiteres Holl-Gebäude saniert. Das Wahrzeichen der Fuggerstadt hatte in den letzten Tagen große Aufmerksamkeit bekommen, da ein 1200 qm großes Poster am Baugerüst während der Bauphase die Illusion von einer Rathausansicht aufrecht erhält.