Es geht wieder los! Nach einem langen Fußballsommer startet der FC Augsburg mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen in die Bundesligasaison. Erstmals soll dabei ein Heimsieg zum Auftakt eingefahren werden.

159 Tage oder über 22 Wochen sind vergangen, seit der FC Augsburg letztmals in der Bundesliga um Punkte spielte. Dazwischen lag ein intensiver Fußballsommer mit Europameisterschaft, Olympischem Fußballturnier ehe es am vergangenen Wochenende in der ersten Runde im DFB-Pokal wieder in die Pflichtspiele gegangen ist. Bei Regionalligist Viktoria Berlin konnte der FCA einen Haken hinter die Pflichtaufgabe machen.
Im Pokal passte noch nicht alles
Vier unterschiedliche Torschützen hatten vier Treffer erzielt, das stimmt zuversichtlich. Doch noch passte nicht alles. Die Abstimmungsprobleme in der Defensivarbeit waren noch offensichtlich. Mit Giannoulis und Wolf wird man in dieser Saison auf zwei neue Außenverteidiger setzen, und auch in der Defensivzentrale wird es eine offensichtliche Veränderung geben. Felix Uduokhai, langejährige Konstante in der Innenverteidigung, steht vor einem Wechsel zu Besiktas Istanbul (siehe eigener Beitrag). Neuer Partner von (Wieder-) Kapitän Jeff Gouweleeuw ist der vom SC Freiburg (zuletzt an Bochum verliehene) Keven Schlotterbeck.

Doch auch im Spiel nach vorne passt noch nicht alles. In der Spieleröffnung waren am letzten Wochenende noch zu viele Fehlpässe auszumachen, in vielen Situationen fehlte noch das nötige Tempo. Wenn es am Samstag in der Saisoneröffnung gegen Werder Bremen geht, wird aber genau diese (Gedanken-)schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen benötigt werden.
In der vergangenen Saison hatte man gegen die Norddeutschen nichts holen können, beide Spiele verdient verloren. Doch FC Augsburg-Coach Jess Thorup und sein Team wissen genau, was auf sie zukommt. Während beim FCA zahlreiche Wechsel den Sommer bestimmten, herrscht an der Weser große Konstanz. Nur drei Verpflichtungen wurden in dieser Transferphase getätigt, darunter Keke Topp von Schalke 04 verpflichtet. Der junge Angreifer zeigt sich im Pokal gleich in toller Fom und erzielte in Cottbus drei Treffer. Auf ihn könnte es es für die Grün-weißen auch ankommen, denn mit Marvin Duksch könnte ein zuletzt wichtiger Offensivspieler das Team von Ole Werner noch verlassen.
Motivation ja, zu viel Euphorie nein
Die Ankündigung der Clubverantwortlichen, dass der FC Augsburg mit attraktivem Fußball künftig mehr erreichen möchte und der Vertrauensvorschuss der Fans (Dauerkarten- und Trikotrekord) motivieren Thorup. “Ich bin nicht nur nach Augsburg gekommen, um den Klassenerhalt zu spielen” Für den Blick nach oben, muss man in dieser Saison aber den Saisonstart hinbekommen. Nach dem Bremen-Spiel warten noch die Heimaufgaben gegen Aufsteiger St. Pauli und Mainz, sowie das Spiel in Heidenheim auf die Zirbelnuss-Kicker. In diesen Spielen muss häufig gepunktet werden, wenn der Blick eher nach oben gerichtet werden soll. “Wir dürfen nicht vergessen, dass es in der Bundesliga keine leichten Spiele gibt. Einige dieser Teams waren die letzten Jahre vor uns in der Tabelle.”, warnt Thorup vor zu viel Euphorie.
Die Neuen sollen helfen
Zu einem guten Start und vielleicht dem ersten Heim-Auftaktsieg Augsburger Bundesligageschichte sollen auch die Neuzugänge helfen. Marius Wolf (aus Dortmund) ist dabei bereits ebenso ein Kandidat für die Startelf stehen, wie die beiden Angreifer Samuel Essende und Steve Mounie. Im Tor vertraut man beim FCA, auch aufgrund der Verletzung von Dahmen, auf Nediljko Labrović. Seit elf Jahren hat Bremen am 1. Spieltag nicht gewonnen, sollte das heute wieder so sein, könnte der FC Augsburg zufrieden mit dem Start sein.
Die voraussichtliche Aufstellung
Labrovic – Wolf, Gouweleeuw, Schlotterbeck, Giannoulis – Jakic – Rexhbecaj, Maier – Engels – Essende, Tietz

