Mittelstand hält Corona-Lockerungen für unzureichend

Die mittelständische Wirtschaft kritisiert die am Mittwoch bekanntgegebenen Lockerungen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie als unzureichend. „Die halbherzigen und zudem inkonsequenten Corona-Lockerungen reichen nicht aus, um die Wirtschaft schnell genug wieder hochzufahren“, sagte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Besonders zu kritisieren sei die weitgehende Fortsetzung des Kontaktverbots bis zum 5. Juni.

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„Angesichts von zehn Millionen Anträgen auf Kurzarbeit und einer drohenden Pleitewelle hätte sich der Mittelstand mehr Mut von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder gewünscht, zumal sich die allermeisten Menschen in den vergangenen Wochen als verantwortungsbewusst erwiesen haben“, so Ohoven. Er forderte, dass die Kitas schneller öffnen, da sonst viele Mitarbeiter nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. In den Schulen sei eine klare Perspektive für Präsenzunterricht nötig.

„Hier drohen Bildungsinhalte von mehr als einem Schuljahr verloren zu gehen, bevor ein Impfstoff flächendeckend zur Verfügung steht“, sagte Ohoven.