Moritz Mauch (Surfclub Augsburg) surft um Weltcup-Punkte

Vom 15. bis 21. September kämpft die Weltelite der Windsurfer im Norden Dänemarks beim KIA Cold Hawaii Event, der dritten Station der PWA Wave World Tour, um wichtige Weltcup – Punkte. Hier kann  schon eine Vorentscheidung fallen, wer dieses Jahr die WM – Krone in der Disziplin Wave erobern kann.

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Philip Köster zählt erneut zu den Favoriten.

Beste Chancen hat neben dem Weltranglistenführenden Victor Fernandez – Lopez (30) aus  Spanien der zweifache Weltmeister Philip Köster, der derzeit auf Platz zwei der Weltrangliste liegt. Mit seinem Sieg beim letzten World Cup auf Teneríffa hat er gezeigt, dass er wieder voll angreifen will. Aber auch der erfahrene Hamburger Klaas Voget (35), aktuell vierter in der Disziplin Wellenreiten, hat einen perfekten Start in die World Cup Saison erwischt. Mit Daniel Bruch (33) und dem Rookie Moritz Mauch (18) vom Segel-Club Augsburg sind noch zwei weitere Deutsche in den Top Ten. Damit sind die Deutschen Windsurfer in der Disziplin Wave so stark wie nie zuvor in der Geschichte des Windsurfing – Worldcups.

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„Oldie“ Klaas Voegt kann immer noch mithalten. Er ist aktuell Vierter im Wellenreiten.

Seit 2010 richtet die Professional Windsurfers Association (PWA) den World Cup an Dänemarks Nordseeküste aus, und von Jahr zu Jahr hat der Event an Bedeutung und Beachtung gewonnen. In diesem Jahr kämpfen die 32 besten Surfer in der Welle um rund 35.000,- Euro Preisgeld und den Sieg bei dem prestigeträchtigen Event an der Nordseeküste.

Surf – Mekka Europas
Das Fischerdorf Klitmöller zählt zu den besten Surfrevieren weltweit und dank seiner perfekten Wellen – aber teils frostigen Temperaturen – wird der Spot an der Nordsee von seinen Protagonisten liebevoll als „Cold Hawaii“ bezeichnet.Im Herbst, wenn die ersten Tiefdruckgebiete von Westen aus über die Nordsee ziehen, bauen sich vor der Küste gewaltige Wellen bis zu sechs Meter hoch auf. Ideal für spektakuläre Sprünge, radikale Wellenritte und spielerisch anmutende Akrobatik auf dem Wasser. Bereits seit den 80er Jahren pilgern die Windsurfer nach Klitmöller, angezogen von den besten Wind – und Wellenbedingungen in ganz Nordeuropa. Denn Klitmöller hat, was sonst kein anderer Spot an der Nordseeküste bietet: ein kleines, aber feines Riff. Dadurch überschlagen sich die Wellen hier geordnet er und höher als an vielen anderen Küstenabschnitten. Bei südlichen Winden lockt der Windsurfspot mit Sideshore – Bedingungen (wenn der Wind parallel zur Küste weht). Für Wave Surfer perfekte Voraussetzungen, wie man sie sonst nur auf Hawaii oder in Australien anfindet. Nicht nur deshalb zollen selbst die wärmeverwöhnten Surfer aus Hawaii dem dänischen Spot höchsten Respekt.

Mit den Stars auf Augenhöhe
Für die Zuschauer ist der KIA Cold Hawaii PWA World Cup ein Spektakel, bei dem es keine Berührungsängste gibt. Am Strand kommt man den Windsurfstars so nah wie bei keinem anderen Event der World Tour. In entspannter Atmosphäre stehen Profisurfer und Zuschauer gemeinsam am Strand, bibbern und bestaunen die anderen Fahrer bei ihren spektakulären Frontloops (Vorwärtssalto), no-handed Backloops (freihändiger Rückwärtssalto) oder verspielten Wellenritten unmittelbar vorm Ufer in der tosenden Brandungszone. VIP-Bereiche, Gastromeile oder Luxushotels sucht man vergeblich, in Klitmöller steht der Sport im Vordergrund – und das lieben Zuschauer wie Fahrer gleichermaßen. Hier ist das Windsurfen authentisch, pur, actiongeladen. Für die Aktiven hart auf dem Wasser, aber dafür ist am Strand die Atmosphäre auch herzlich. Durch seine gute Organisation und nordisch – familiäre Stimmung hat sich das Event in den letzten Jahren einen Namen gemacht und sich zum Favoriten vieler Fahrer entwickelt.
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Cold Hawaii ist nicht nur Surfrevier
Ein Besuch in Cold Hawaii lohnt sich immer. Das hat im vergangenen Jahr auch Prinz Frederik von Dänemark, der dänische Thronfolger feststellen können. Als Schirmherr des KIA Cold Hawaii World Cup besuchte er den Event und schaute sich vom Jet – Ski die Action der Surfprofis sogar vom Wasser aus an. Rund viereinhalb Stunden dauert die Autofahrt von Hamburg aus, als Unterkünfte lassen sich die typischen, gemütlichen dänischen Ferienhäuser mieten, die verstreut in den Dünen liegen. Viele sind mit Kamin, Sauna oder Whirlpool ausgestattet – perfekt um sich nach einem windigen Tag am Strand oder auf dem Wasser wieder aufzuwärmen.

Moritz Mauch vom Segel-Club Augsburg freut sich jedenfalls auf das Event:„ Ich war im Jahr 2013 zum ersten mal in Klitmöller und habe den Spot in sehr guter Erinnerung. Ich hätte nie gedacht, dass es so gute Wellen an der Nordsee gibt. Meine emotionalste Verbindung mit Klitmöller ist, das ich dort das erste Mal in die Top Ten gefahren bin. In den zwei Wochen hatte ich perfekte Windsurf – Bedingungen, aber auch sehr gute Wellen ohne Wind fürs SUP. An wenigen Orten auf der Tour wird man so nett aufgenommen, die Gastfreundschaft ist einfach riesig. Das Highlight im letzten Jahr war bestimmt der Besuch des Prinzen von Dänemark! Ich hoffe das ich dieses Jahr meine Top Ten Platzierung
wiederholen kann und bin mir sicher, dass es wieder ein super Event wird.“