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München | Feuerwache unterstützt Reptilienauffangstation mit Räumlichkeiten

Da die Auffangstation in Schwabing dauerhaft überfüllt ist, werden kleinere Reptilien wie Schildkröten, Würgeschlangen und Echsen nun in Büroräumen auf einer dafür eigens ausgestatteten Feuerwache untergebracht.

Seit Jahren arbeiten die Reptilienauffangstation München und die Feuerwehr eng zusammen: Wenn Einsatzkräfte exotische Tiere einfangen, ist die erste Anlaufstelle die Reptilienauffangstation in der Kaulbachstraße. Und bereits während des Grundlehrgangs schulen deren Tierpfleger*innen die zukünftigen Feuerwehrleute im Umgang mit Schlangen, Echsen, Schildkröten und anderen Tieren, damit diese beim Einfangen nicht unnötig gestresst werden.

Leider verschwindet bei manchen Tierhaltern nach einiger Zeit die Lust an den Exoten. Immer mehr dieser ungewöhnlichen Haustiere landen schließlich in Schwabing. Markus Bauer, Leiter der Auffangstation: “Wir haben inzwischen so viele Tiere, dass wir sie nicht mehr vernünftig unterbringen können. Ein Neubau liegt noch in weiter Ferne.” Im Einvernehmen mit der Leitung der Branddirektion wurde deshalb eine vorübergehende Unterbringung kleinerer Reptilien in leer stehenden Büroräumen arrangiert. Die Feuerwache Milbertshofen stellte kurzfristig fünf Büroräume des Vorbeugenden Brandschutzes zur Verfügung.

Ein Tierpfleger kommt täglich vorbei und schaut nach den Exoten. Nachdem viele Einsatzkräfte bereits im Umgang mit den Tieren geschult sind, unterstützen sie je nach Einsatzgeschehen beim Füttern, Wasser wechseln und Reinigen der Terrarien. “Wir haben hier ja keine Gifttiere, sondern kleine Pythonschlangen, Echsen und Schildkröten”, so ein Brandmeister.

Derzeit laufen die Planungen für das Außengehege der Schildkröten im Biotopbereich der Feuerwache. Hier wird ein Schutzzaun errichtet, sodass die Tiere sich während der wärmeren Monate auch im Freien aufhalten können. In der Reptilienauffangstation werden bereits weitere Terrarien für den Umzug vorbereitet.

“Natürlich liegt uns die Unterstützung der Reptilienauffangstation sehr am Herzen”, so Stephan Zobel, Reptilienexperte der Feuerwehr München. “Wir trainieren seit Jahren zusammen und jetzt können wir unser Wissen umsetzten und unterstützen.”

Trotzdem hoffen alle Beteiligten auf einen schnellen Neubau für die Reptilienauffangstation München im Gemeindegebiet Garching.

Presse Augsburg
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