Ein Münchner wurde Opfer eines groß angelegten Anlagebetrugs, bei dem ihm mehr als eine Million Euro entwendet wurden. Anfang März 2025 lernte der 56-Jährige über eine App eine vermeintliche Frau kennen und stand mit dieser längere Zeit in Kontakt. Schwerpunkt ihrer Gespräche war das Thema Kryptowährungen.
Anlagebetrug durch falsche Kryptobörse
Der Mann wurde dazu überredet, bei einer angeblichen Kryptobörse ein Konto zu eröffnen. Er tätigte hohe Einzahlungen auf dieses Konto. Danach wurde ihm ein erheblicher Gewinn vorgegaukelt. Um diesen Gewinn auszahlen zu lassen, sollte er jedoch angebliche Steuern und Gebühren auf eine andere Plattform überweisen. Der Mann folgte dieser Aufforderung, was letztlich zu einem Vermögensschaden von über einer Million Euro führte.
Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet
Als die erwartete Auszahlung nicht erfolgte, wandte sich der Geschädigte an die Polizei und erstattete Anzeige. Das Kommissariat 71 hat die Ermittlungen übernommen.
Hinweise der Polizei für den Anlegerschutz
Die Münchner Polizei rät dringend dazu, angebliche „heiße Tipps“ bei Geldanlagen kritisch zu hinterfragen, speziell wenn diese von Personen stammen, die man nicht persönlich kennt. Wenn Gewinnversprechen zu gut sind, um wahr zu sein, sind sie es meist auch. Derzeit häufen sich derartige Betrugsfälle, bei denen Täterbanden, oft im Ausland, auf digitalen Wegen Kontakt zu potenziellen Opfern aufnehmen.
Kriminelle lenken Gespräche schnell auf das Thema Geldanlage, häufig in Verbindung mit Kryptowährungen, und verleiten Opfer dazu, Geldbeträge auf gefälschte Plattformen zu überweisen. Diese Gelder erreichen niemals echte Handelsplattformen und fließen direkt in Täterhände. Wenn Geschädigte versuchen, sich Erträge auszahlen zu lassen, werden sie dazu gedrängt, weitere Beträge für angebliche Gebühren und Steuern zu überweisen. Letztlich bricht der Kontakt ab und die eingezahlten Beträge sind in der Regel unwiederbringlich verloren.


