Mut zum Mut oder saftey first? – Der FC Augsburg will in Freiburg punkten

Nach dem glücklichen, aber wichtigen Sieg über Mönchengladbach geht es für den FC Augsburg heute nach Freiburg. Mit etwas Mut ist auch hier etwas drin.

Daniel Caligiuri trifft auf seinen alten Club. | Archiv-Foto: Krieger

Wer am Freitag vor einer Woche in der Augsburger Arena genau hingehört hatte, konnte sicher den ein oder anderen Stein von der Brust der FCA-Verantwortlichen fallen hören. Nach einer eher schwachen ersten Halbzeit hatte man Borussia Mönchengladbach etwas glücklich schlagen können, ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt (wir berichteten).

Die Erleichterung beim FCA war nach dem Sieg über Gladbach groß | Foto: Pfister

Trotz der Punkte, war sicher nicht alles perfekt gelaufen. Obwohl Augsburg zu Spielbeginn erneut sehr defensiv ausgerichtet war, war Gladbach zu zahlreichen Möglichkeiten gekommen. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte der FCA schon zur Pause schon abgeschlagen zurückliegen können. Hätte, war er aber nicht. Die Fohlen trafen nicht und Herrlich ging die Sache nach dem Seitenwechsel u.a. mit der Hereinnahme von Vargas mutiger an. Er wurde dafür belohnt. Drei eigene Tore, drei Punkte. Eine gute Ausbeute, die Mut zum Mut für die weiteren Aufgaben bringen sollte. Bevor es nach der Länderspielpause in die möglicherweise entscheidenden Duelle mit Hoffenheim, Schalke und Bielefeld geht, wartet heute Freiburg (18 Uhr) auf die Rot-grün-weißen.

Freiburger Ergebniskurve hängt durch

Auch in dieser Saison lässt Trainer Christian Streich den Sport-Club attraktiven Fußball präsentieren. 34 Punkte konnten die spielstarken Breisgauer bereits verbuchen, das Ziel Klassenerhalt ist dort nur noch eine Fingerspitze entfernt. Zuletzt hing die Ergebniskurve im Schwarzwald aber etwas durch. Nur einen Sieg konnte der SC in den letzten 5 Partien verbuchen, dreimal musste man als Verlierer vom Feld. Es spricht also viel dafür, dass Augsburg heute mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein an die Aufgabe gehen dürfte.

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„Mut muss in jedem Spiel dabei sein. Wir müssen versuchen über 90 Minuten, und nicht nur eine Halbzeit, eine gute Leistung zu zeigen. In Freiburg brauchst du 90 gute Minuten um von dort was mitzunehmen.“, gibt Daniel Caligiuri die Marschrichtung vor. Der frühere Freiburger im FCA-Trikot weiß, dass nur eine geschlossene Mannschaftsleistung und eine hohe Effizienz vor dem gegnerischen Tor Punkte ins Augsburger Gepäck wandern lassen. „In Freiburg gibt es drei Punkte zu vergeben, davon wollen wir so viele wie möglich mitnehmen.“, so FCA-Trainer Herrlich.

Christian Streich lässt weiter attraktiven Fußball in Freiburg spielen | Archiv-Foto: Sebastian Pfister

Saftey first und offensiv nachlegen

Ein Offensivspektakel in rot-grün-weiß ist aber sicher nicht zu erwarten, denn Herrlich fordert auch: „Wichtig ist wieder, dass wir kompakt stehen und die Dinge konzentriert abarbeiten“. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Chefcoach eine mit der Vorwoche vergleichbare Startelf aufbieten wird. Saftey first und dann offensiv nachlegen scheint auch heute die Devise zu sein.

Die voraussichtliche Aufstellung

Gikiewicz – Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Gumny – Strobl, Khedira – Caligiuri, Richter, Vargas – Hahn