Das Butterbrot landet bekanntlich immer auf der gebutterten Seite. Doch darf man es dann auch noch essen? Wer sich an die 3-Sekunden-Regel hält, wird diese Frage wahrscheinlich mit einem Ja beantworten. Hat es mit dieser tatsächlich Regel etwas auf sich oder handelt es sich lediglich um einen Mythos? Hier gehen wird der Frage nach, ob man Lebensmittel vom Boden essen darf, wenn sie diesen nur drei Sekunden lang berührt haben.

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Symbolbild

Unbedenklich oder eine Gefahr für die Gesundheit?

Viele von uns heben einen Krümel oder ein Stück Schokolade vom Boden auf und stecken sie in den Mund. Hat ein Lebensmittel drei Sekunden auf dem Boden gelegen, ist es ja noch genießbar. Diese Meinung hält sich hartnäckig, obwohl nun neueste Studien eindeutig zeigen, dass schädliche Bakterien selbst in diesem kurzen Zeitraum bereits am Essen haften bleiben. 

Forscher konnten feststellen, dass es auf der Oberfläche des zu Boden gefallenen Lebensmittels schon nach einer einzigen Sekunde von Bakterien wimmelt. Demnach ist es im Grunde genommen einerlei, wie lang Essen auf dem Fußboden liegt – ungenießbar wird es sofort. Dies gilt besonders für feuchte Lebensmittel: Während ein Stück alten Brotes mehr oder weniger verschont bleibt, stürzen sich die Bakterien auf ein frisches Butterbrot.

Welche Lebensmittel sind besonders gefährlich? 

Der Test wurde von Forschern mit verschiedenen Lebensmitteln durchgeführt. Nach drei Sekunden fanden sich die meisten Bakterien auf einem Stück Wassermelone, die wenigsten auf einem Gummibärchen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass man das Gummibärchen vom Boden auflesen und essen sollte. In ihrem Experiment konnten Forscher Bakterien wie E.coli und Staphylokokken auf dem Fußboden nachweisen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn diese Art von Bakterien tummelt sich selbst in Krankenhäusern. Deshalb ist es wichtig, den Fußboden regelmäßig zu reinigen. Außerdem kann sich auch das Coronavirus auf Böden festsetzen. 

Wie sollten Fußböden richtig gereinigt werden? 

Jeder Bodenbelag benötigt eine spezielle Reinigung. Als erster Schritt empfiehlt sich bei vielen Bodenbelägen das Staubsaugen. Allerdings sollte man hier aufpassen, denn auf Parkettböden kann der Staubsauger Kratzer hinterlassen. Am pfegeleichtesten sind Laminat- und PVC-Böden. Hier genügt es, den Fußboden zu saugen und ihn anschließend mit einem milden Reinigungsmittel zu säubern. Parkett ist anspruchsvoller und bedarf einer speziellen Pflege. Parkettböden sollte man trocken oder nebelfeucht wischen. 

Teppichböden sind zwar weich und flauschig, erfordern aber auch viel Arbeit. Für diese Art von Bodenbelag verwendet man am besten einen Trockensauger und spezielles Teppichshampoo. Außerdem empfiehlt es sich, den Teppichboden mit Schaum zu besprühen und diesen trocknen zu lassen. Später wird der trockene Schaum ganz einfach mit dem Staubsauger entfernt. 

Wichtig ist, den Fußboden regelmäßig zu reinigen – am besten täglich. So haben Bakterien gar keine Chance, sich hier anzusiedeln. 

Trotz der weitverbreiteten Meinung, man könne Lebensmittel essen, wenn sie nicht länger als drei Sekunden auf dem Fußboden gelegen haben, sollte man dies dennoch vermeiden. Bakterien befallen Lebensmittel, sobald sie auf dem Boden landen. Empfehlenswert ist es, sämtliche Fußböden regelmäßig und fachgerecht zu reinigen.