Verona Pooth wünscht sich eine Aussprache mit Alice Schwarzer. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns nach all den Jahren die Hand reichen könnten“, sagte die Moderatorin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Gut 20 Jahre nachdem Schwarzer und Pooth sich bei Johannes B. Kerner ein legendäres Streitgespräch lieferten, ist die Feministin nun als Gast für Pooths neue Talkshow „More than Talking“ angefragt. „Ich hoffe, Frau Schwarzer sagt zu“, sagte die Moderatorin zur geplanten Versöhnung. Einen weiteren TV-Eklat will Pooth ausdrücklich vermeiden: „Ich würde mit ihr über das Leben sprechen, über ihre Karriere und vielleicht auch noch einmal auf unseren Zusammenstoß im ZDF bei Herrn Kerner zurückblicken. Aber nicht mit Gongschlag wie bei einem Boxkampf, nach dem Motto ab in die zweite Runde. So nicht“, sagte Pooth.

„Es ist ja auch viel Zeit vergangen.“ Die 54-Jährige will die Gemeinsamkeiten betonen: „Irgendwo stehen wir ja doch für die gleiche Sache ein. Wir sind beide Frauen, die erfolgreich ihren Weg gehen, die in vielen Dingen Vorreiter waren und für die Unabhängigkeit ein großes Thema ist.“

Mit dem neuen Talk will Pooth sich auch als TV-Produzentin etablieren: „Ich habe meine eigene Produktionsfirma gegründet, die `More than talking GmbH`“, sagte Pooth. „In Zukunft werde ich aber auch für andere schreiben. Ich sitze schon am nächsten TV-Konzept. Im Moment sind es Talks, aber ich mag auch Spielshows.“

Als Bruch mit ihrer bisherigen Rolle sieht Pooth die neue Aufgabe nicht: „Ich habe mich immer als Unternehmerin gesehen“, sagte sie. „Ich bin mir aber immer noch sehr ähnlich. Ich bin nur erwachsen geworden.“ Das Image der vermeintlich naiven „Kindfrau“, so Pooth über sich selbst, wolle sie aber nicht ablegen: „Das ist ein Teil von mir, der nicht gespielt ist. Der ist einfach da, und ich finde ihn lustig. Es stimmt: Ich habe damit immer kokettiert; das brauche ich heute nicht mehr zu machen – aber ich bin, wie ich bin.“

Foto: Verona Pooth, über dts Nachrichtenagentur

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