Nach Bedrohungslage in Königsbrunn – Polizei gibt weitere Details bekannt

Am Montag, 28.02.2022 gegen 16.00 Uhr, kam es zu einer zunächst unklaren Bedrohungslage in einem Mehrfamilienhaus in der Augsburger Straße. Ein dort lebender 71-jähriger Bewohner gab vor, eine Schusswaffe zu besitzen und sprach Drohungen gegenüber den Einsatzkräften vor Ort aus. Aufgrund der unklaren Gesamtsituation wurden Spezialkräfte der Polizei angefordert und zeitgleich großräumige Absperrmaßnahmen im Bereich der Augsburger Straße eingeleitet.

Polizei
Symbolbild

Versuche, mit dem 71-Jährigen in Kontakt zu kommen, scheiterten. Er beleidigte die
Einsatzkräfte bzw. warf Gegenstände aus seinem Fenster, unter anderem Wasserflaschen, mit dem Ziel die Einsatzkräfte zu treffen. Auch drohte er, dass er Einsatzkräfte mit dem Messer attackieren würden, wenn sich diese seiner Wohnung nähern würden Wie in Folge abgeklärt werden konnte, ist der 71-Jährige offenbar seit Jahren in psychiatrischer Behandlung und hatte offensichtlich seine Medikamente nicht mehr regelmäßig eingenommen. Ggf. ist dies mit die Ursache für sein psychisch auffälliges Verhalten. Ferner konnte abgeklärt werden, dass in der Wohnung noch die 89-jährige Mutter lebt.

Durch die Spezialkräfte erfolgte gegen 21.30 Uhr der Zugriff in der Wohnung, wo der 71-Jährige überwältigt werden konnte. Die 89-jährige Mutter befand sich ebenfalls in der Wohnung, die ohne Fremdeinwirkung zu Fall kam und sich dabei verletzte. Sie wurde zur ärztlichen Versorgung einer durch den Sturz erlittenen Fraktur im Handund Schulterbereich ins Krankenhaus Bobingen verbracht. Der 71-Jährige wurde aufgrund seiner psychischen Auffälligkeit ins BKH Kaufbeuren verbracht.

Eine Räumung der benachbarten Wohnungen war nicht erforderlich, da eine Gefährdung der Anwohner ausgeschlossen werden konnte. Eine im Anschluss durchgeführte Durchsuchung der Wohnung nach einer Schusswaffe verlief ergebnislos. Gegen 22.30 Uhr wurden die Absperrmaßnahmen aufgehoben und die Einsatzkräfte aus dem Einsatzgebiet entlassen.

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