Am gestrigen Vormittag kam es zu einer Blockadeaktion von Umweltaktivisten am Flughafen München.

Vier Personen waren im Bereich der nördlichen Start- und Landebahn in den Sicherheitsbereich des Flughafens eingedrungen und hatten sich auf einem Rollweg festgeklebt. Kurz vorher hatten drei Personen versucht, den Sicherheitszaun an der südlichen Start- und Landebahn zu überwinden, was noch verhindert werden konnte.

Bei den vier Personen, denen es gelungen war, sich auf dem Rollweg festzukleben, handelte es sich um vier Männer im Alter von 19 und 60 Jahren. Die drei Frauen, die den südlichen Zaun überwinden wollten, sind zwischen 30 und 42 Jahre alt. Die sieben Personen stammen aus Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein und sind dem Kreis der Klimaaktivisten zuzuordnen.

Der 80-jährigen Fluggast, der um 08:30 Uhr (geplante Landung 09:18 Uhr) beim Anflug auf den Flughafen München über Schmerzen in der Brust geklagt hatte, befindet sich nicht mehr stationärer Behandlung.

Gegen die genannten Personen wird nun wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und zum Teil wegen Nötigung ermittelt. Bei sechs Tatverdächtigen wurde aufgrund bestehender Wiederholungsgefahr gestern die Aufrechterhaltung des polizeilichen Gewahrsams bis 17.12.2022 in einer Justizvollzugsanstalt richterlich angeordnet, bei einem weiteren Tatverdächtigen wird dies noch geprüft.

Die Kriminalpolizei Erding und die Staatsanwaltschaft Landshut führen die weiteren Ermittlungen.

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