Nach Corona-Fällen | Memmingen und Lindau in den Play-Offs eine Runde weiter

Modusanpassung nach Quarantäne-Anordnungen: Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. ist gezwungen, den Ablauf der Play-offs in der Oberliga Süd nach coronabedingten Zwischenfällen zu verändern.Hockey Puck 608582 1280

Nach positiven PCR-Eingangstests bei den Blue Devils Weiden und dem Deggendorfer SC und der infolgedessen durch das jeweilige Gesundheitsamt verordneten Isolation, haben die angesetzten Pre-Play-offs sportlich keinen Einfluss mehr, da nun insgesamt noch acht Mannschaften im Rennen um den Meistertitel der Staffel verbleiben. Das Rückspiel zwischen den EV Lindau Islanders und den ECDC Memmingen Indians wird dennoch am Sonntag wie geplant durchgeführt.

Die neuen Umstände ergeben, dass sowohl der EC Peiting (7. der Hauptrunde) als auch Memmingen (9.) und Lindau (8.) für das Play-off-Viertelfinale qualifiziert sind. Für diesen vorliegenden Sonderfall greift die Nachrücker-Regelung für die Runde der letzten Acht nach dem tabellarischen Abschneiden in der Hauptrunde der Süd-Staffel, definiert durch den Artikel 5.3. der Durchführungsbestimmungen für die Oberliga-Play-offs. Die Viertelfinalserien beginnen ab Dienstag, den 23. März 2021.

Folgende Paarungen haben sich ergeben:

  • Viertelfinale 1: Eisbären Regensburg (1.) – ECDC Memmingen Indians (9.)
  • Viertelfinale 2: Selber Wölfe (2.) – EV Lindau Islanders (8.)
  • Viertelfinale 3: Starbulls Rosenheim (3.) – EC Peiting (7.)
  • Viertelfinale 4: Höchstadter EC (4.) – SC Riessersee (5.)

DEB-Vizepräsident Marc Hindelang: „Es ist sehr bedauerlich, dass bei den Eingangstestungen zu den Play-offs bei zwei Teams Fälle aufgetreten sind und damit zwei Teilnehmer ausscheiden müssen. Andererseits zeigt dies auch, dass das Vorgehen richtig, sinnvoll und absolut notwendig war, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und den Wettbewerb vor Kettenreaktionen zu schützen.  Wir hoffen, dass es bei diesen Ergebnissen bleibt, wir keine weiteren Fälle ab dem Viertelfinale verzeichnen müssen und die Entscheidungen sportlich auf dem Eis herbeigeführt werden können.“

Memmingen Niederlage nicht relevant: Indians treffen im Viertelfinale auf Regensburg

Der ECDC Memmingen ist für das Viertelfinale der Oberliga-Playoffs qualifiziert und muss schon in der kommenden Woche gegen Regensburg antreten. Da die Teams aus Weiden und Deggendorf aufgrund von positiv getesteten Akteuren nicht an der Endrunde teilnehmen können, rücken die Indians automatisch nach. Die Spiele gegen Lindau in den Pre-Playoffs verlieren damit jegliche Bedeutung, trotzdem soll die Partie am Sonntag stattfinden. 

Unabhängig von den Ergebnissen gegen den EV Lindau, sind die Memminger Indians ab Dienstag im Playoff-Viertelfinale aktiv. Dann geht es gegen die Eisbären Regensburg, den amtierenden Süd-Meister und Hauptrundenprimus der Liga. Sah es zunächst noch danach aus, als würden die Memminger in den Pre-Playoffs um die Endrunden-Berechtigung spielen, so verdichteten sich bereits vor der Partie gegen Lindau am Freitagabend die Anzeichen, dass beide Mannschaften, aufgrund von Quarantäne-Anordnungen in Weiden und Deggendorf, bereits sicher qualifiziert sind. Am Samstag kam dann auch die offizielle Bestätigung, die nicht nur die Teilnahme sondern auch den exakten Gegner der kommenden Partien beinhaltete. Aufgrund einer kurzfristigen Änderung der Durchführungsbestimmungen geht es für die Indianer nun in die Oberpfalz zum wohl besten Team der Liga. Dies ergibt sportlich durchaus Sinn, sind die Memminger nun doch die Mannschaft, welche mit dem schlechtesten Punkteschnitt in die Endrunde eingezogen ist. Der Zeitpunkt der Anpassung, wenige Stunden nach dem Spiel gegen Lindau, welcher die Pre-Playoffs nun völlig obsolet werden lässt, wirft bei den Maustädtern aber Fragen auf. Mehr als unverständlich wirkt vor allem das Festhalten am für Sonntag angesetzten Auswärtsspiel, das nun sportlich überhaupt keine Bedeutung mehr mit sich bringt und allein durch die verpflichtende Testung vor der Partie zusätzliche Kosten verursacht. Team und Verantwortliche wären zu dieser mittlerweile irrelevanten Partie, mitten in der Pandemie, nach Möglichkeit nicht angetreten. Um keine Strafzahlung zu erhalten, sind die Indianer aber gezwungen am Sonntag um 17 Uhr in Lindau aufs Eis zu gehen. 

Zum Spiel am Freitag

Die Indians zeigten sich engagiert, haderten wieder einmal aber mit ihrem großen Problem der Chancenverwertung. Trotz deutlichem Memminger Übergewicht in dieser Kategorie siegten die Gäste vom Bodensee mit 4:2, weil sie effezienter und cleverer auftraten. Die vielen Schüsse der Rot-Weißen ließen oftmals die nötige Gefahr vermissen und waren relativ leichte Beute für den Lindauer Schlussmann. Daniel Huhn (48.) und Myles Fitzgerald (56.) sorgten für die Memminger Treffer in einem intensiven Spiel, in dem die Gäste seit der 15. Minute an eine Führung innehatten.