Nach Lkw-Unfall auf der B2 – Mertinger Trinkwassereinzugsgebiet von Dieselaustritt betroffen

Heute Morgen kam es auf der B2 bei Mertingen zu einem Lkw-Unfall. Durch austretetenden Diesel ist nun das Trinkwasser der Gemeinde betroffen.

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Foto: BGB

Heute Morgen befuhr ein Sattelzug mit einem Schrottmuldenaufbau kurz vor 06.00 Uhrdie B 2 in südliche Richtung. Zwischen der Anschlussstelle Mertingen und der Landkreisgrenze wollte er einen anderen Lkw überholen. Während des Überholvorganges platzte der linke Vorderreifen der Sattelzugmaschine. Der Fahrer hat die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren – das Gespann geriet zunächst nach links und touchierte die Mittelleitplanke. Im weiteren Verlauf zog das Gespann massiv nach rechts und kippte nach links um. Der Zug kam quer über beide Fahrsteifen zum Liegen.

Der Fahrer des zum Unfallzeitpunkt auf dem rechten Fahrsteifen fahrenden Lkw hat das Unfallgeschehen sofort erkannt und mit einer Vollbremsung reagiert. Er konnte sein Fahrzeug hinter der Unfallstelle anhalten. Sein Beifahrer hat durch die Abläufe einen Schock erlitten.

Der 43-jährige Fahrer des Unglücklasters wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht – wurde nach ambulanter Versorgung sofort wieder entlassen.

Die Ladung – ca. 20 t Edelstahlkleinbleche aus Industrieabfall – wurde über die gesamte B 2 (auch die Gegenfahrbahn) verteilt. Zunächst war die Bundesstraße 1 Stunde lang komplett gesperrt. Nachdem die Nordrichtung teilweise freigeräumt war, konnte der Verkehr mit Behinderungen fließen. Die Südrichtung blieb bis 13.00 Uhr total gesperrt.

An dem Sattelzuggespann entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 50.000 Euro. An der Leitplanke und der Fahrbahndecke liegt der Schaden bei ca. 12.000 Euro.

Die FFW aus Mertingen und Nordendorf waren mit insgesamt 30 Kräften an der Unfallstelle zur Unterstützung.Mehrere Fahrzeuge der Straßenmeistereien unterstützen bei der Einrichtung der Umleitungsstrecken.

Diesel verunreinigt Grundwasser

Aus der Zugmaschine sind ca. 450 Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen. Fachleute des Landratsamtes und des Wasserwirtschaftsamtes wurden hinzugezogen. Ein momentan noch unbekannte Menge Erdreich musste ausgehoben werden.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass der Umfang der Beeinträchtigung des Erdreiches durch den ausgetretenen Dieselkraftstoff an der Unfallstelle weitaus größer gezeigt als ursprünglich angenommen.

Zwischenzeitlich wurden 40 m³ Erdreich abgetragen. Es stellte sich heraus, dass auch das Grundwasser betroffen ist. Das Trinkwassereinzugsgebiet der Gemeinde Mertingen ist mit betroffen.

Über weitere Maßnahmen wie z.B. ein Hilfsschacht wird erst entschieden.