Nach fünf Spielen ohne Sieg – FCA beendet Serie mit glücklichem Sieg in Bielefeld

Nach fünf sieglosen Spielen beendete der FC Augsburg diese Serie in Ostwestfalen. Bei Aufsteiger Arminia Bielefeld genügte dem FCA nach einer in der Offensive schwachen Leistung ein Treffer durch Kapitän Gouweleeuw in den Schlussminuten.

2018 10 11 Jeffey Gouweleeuw – 28
Archivfoto: Czech

Nur eines der letzten neun Spiele konnte der FC Augsburg gewinnen, nach einem starken Saisonstart ist dies zu wenig. Der Trend ist nicht gut, das weiß auch Trainer Heiko Herrlich. Der Druck auf den 49-Jährigen wuchs. Beim ebenfalls nicht auf der Erfolgswelle surfenden Aufsteiger Bielefeld sollte der FCA auch deshalb wieder einen Dreier einfahren.

Augsburg zeigte von Beginn an den nötigen Willen und Einsatz, wie zuletzt fehlten aber auch heute oft die Genauigkeit und die zündende Idee. Da sich auch die Gastgeber im Spielaufbau deutlich limitiert zeigten, entwickelte sich eine Partie ohne rechten Spielfluss und große Torraumszenen. Bester Beleg für die Qualität der ersten halben Stunde war ein falscher Einwurf von Oxford, der für Gumny seine Bewährungschance im Augsburger Abwehrverbund erhalten hatte (23.). Wenig später hatten die Arminen nach einem starken Solo von Doan die bis dahin beste Gelegenheit in dieser zerfahrenen Begegnung. Der Abschluss von Schipplock wurde von Uduokhai geblockt. Wer nun auf eine Initialzündung gehofft hatte, wurde enttäuscht. Der Einsatz stimmte und doch ließen beide Mannschaften vor dem gegnerischen Tor einige Wünsche offen. Mit einem Distanzschuss von Richter kurz vor der Pause brachte der FCA das Tor von DSC-Schlussmann Ortega in den ersten 45 Minuten nur einmal wirklich in Gefahr. Auch dieser Versuch strich aber am Außenpfosten vorbei.

Augsburg tut sich schwer

Wie Augsburg war auch Bielefeld lange ohne eigenen Sieg geblieben, um diese Serie zu beenden gelang beiden Teams hier lange zu wenig. Die Schwaben taten sich, wie zuletzt häufig, auch gegen den einsatzfreudigen Tabellen-16. im Spiel nach vorne sehr schwer. So waren es dann auch die Arminen, die in der zweiten Halbzeit über weite Strecken gefühlt mehr vom Spiel hatten. Mit fortschreitender Spielzeit rochen die Gastgeber immer stärker am siegbringenden Treffer, der gute Japaner Doan und Hartel ließen aber aussichtsreiche Möglichkeiten liegen (70.). Wie so oft, sollte dies sich auch heute rächen.

Wieder einmal schlägt der FCA spät zu

Lange hatte man vom FCA nichts gesehen, doch fünf Minuten vor dem Ende waren sie einmal entscheidend da. Kapitän Gouweleeuw hatte das Herz in die Hand genommen und war einen Konter gelaufen. Im Strafraum kam der Ball über Caligiuri zurück zum Niederländer, sein Schuss wurde zum schmeichelhaften 1:0 von einem Bielefelder leicht abgefälscht. Am Ende war es den Augsburgern egal. Nach fünf sieglosen Spielen endete diese Serie in Ostwestfalen. Statt selbst weiter unter Druck zu geraten, haben sich die Schwaben reichlich Luft zum Tabellenkeller verschafft. Das Ergebnis stimmte, an der Leistung muss aber dringend weiter gefeilt werden. „Das sind die Spiele die du gewinnen musst um sich von hinten abzusetzen“, so Manager Stefan Reuter nach dem Spiel bei sky.

 

Arminia Bielefeld: Ortega – Brunner , van der Hoorn , Nilsson (77.Lucoqui) , de Medina – Hartel (88. Müller), Kunze , Cordova , Doan – Schipplock (70. Gebauer) , Klos

FC Augsburg: Gikiewicz – Framberger (59.Gumny) , Gouweleeuw , Oxford , Uduokhai – Khedira , Gruezo , Caligiuri , Strobl , Richter (59.Finnbogason)- Gregoritsch (72.Vargas)

Tore: 0:1 Gouweleeuw (85.)

Gelbe Karten: Kunze | Framberger, Gruezo

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer:  keine Zuschauer erlaubt