Nach Angriff in Kriegshaber -Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat gegen die vier Jugendlichen Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung, bei einem Jugendlichen darüber hinaus wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, zum Amtsgericht Augsburg -Jugendschöffengericht- erhoben.Gericht1

Die Angeschuldigten sind dringend verdächtig, in gemeinsamen Zusammenwirken ohne erkennbaren Anlass den 17jährigen Geschädigten zunächst umringt und mit Faustschlägen und Fußtritten derart attackiert zu haben, dass der Ge- schädigte nach einem gezielten Faustschlag schließlich zu Boden ging.
Zwei der Angeschuldigten sollen weiter auf den in Schutzhaltung am Boden liegenden Geschädigten mit Fäusten eingeschlagen haben, wobei Sie von einem Angeschuldigten angefeuert wurden. Zwischen diesen Schlägen soll der vierte Angeschuldigte mit dem Fuß massiv gegen den Kopf, den der Geschädigte in Abwehrhaltung zwischen den Armen leicht vom Boden erhoben hielt, getreten haben, so dass dieser auf den Boden schlug.

Im Zuge der Ermittlungen wurde in der Wohnung eines Angeschuldigten ein (verbotenes) Springmesser sichergestellt.

Das Strafgesetzbuch sieht für gefährliche Körperverletzung Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren vor.
Bei Jugendlichen richten sich die Ahndungen nach dem vom Erziehungsgedanken geprägten Jugendgerichtgesetz, das, wenn beispielsweise schädliche Neigungen oder die Schwere der Schuld festgestellt werden, eine Jugendstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren ermöglicht.

Über die Eröffnung des Verfahrens ist noch nicht entschieden und demnach sind auch noch keine Termine zur Hauptverhandlung bestimmt.