Eine Radfahrerin wird bei einem Unfall in Berlin unter einem Betonmischer-Lastwagen eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Auf dem Weg zu Bergung der Frau steht die Feuerwehr aber im Stau – wegen einer Blockadeaktion von Klima-Aktivisten. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Bundeskanzler Olaf Scholz äußern sich.
 




 

Nachdem am Montagmorgen Rettungskräfte aufgrund eines Staus – unter anderem verursacht durch sogenannte Klima-Kleber – erst verspätet an einer Unfallstelle mit einer lebensgefährlich verletzen Radfahrerin eintrafen, hat sich nun der Klima-Aktivist, Tadzio Müller, am Dienstagmittag in der RTL-Sendung „Punkt 12“ dazu geäußert.

„Dass bei dem Kampf für Klimagerechtigkeit auch mal tragische Dinge passieren, ist ein schreckliches Unglück, aber es passieren nun mal manchmal Dinge, die nicht geplant sind, die große Tragiken darstellen. Das heißt doch nicht, dass das Anliegen deswegen nicht legitim ist.“

Die Gesellschaft nehme ständig in Kauf, dass es wichtige, gesellschaftliche Aktivitäten gebe, bei denen bestimmte Risiken entstehen und bei denen manchmal auch tragische Dinge passieren würden, so Müller. Manchmal müsse man den normalen Ablauf einer Gesellschaft stören, „um legitime Ziele zu erreichen“, sagte Müller weiter. Der Klima-Aktivist unterstrich im Gespräch immer wieder die Tragik des Ereignisses, beteuerte im gleichen Atemzug aber auch, dass das übergeordnete Thema – der Klimaschutz – nicht aus dem Fokus geraten dürfe: „Wenn bei einer Klima-Aktion möglicherweise einmal ein Mensch zu Schaden kommt, ist das schrecklich, aber das bedeutet nicht, dass Klima-Aktivismus deswegen falsch ist.“