„Nach solch einem Spiel sind die Köpfe natürlich unten“ | Die Stimmen zur FCA-Niederlage in Leipzig

Erneut gab es für den FC Augsburg nichts zu holen. Erst im Laufe der zweiten Halbzeit hatten die Schwaben in Leipzig eigene Chancen. Am Ende hätte aber mit viel, viel Glück dennoch ein, wenn auch unverdienter Punkt, drin sein können. Das hatten die Beteiligten nach der Partie dazu zu sagen.

Daniel Caligiuri: „Die Niederlage heute tut extrem weh. Wir wollten anders auftreten und früh attackieren und waren zu Beginn auch aktiv im Spiel. Es waren heute nicht die perfekten Bedingungen, aber das darf keine Ausrede sein. Man darf nicht vergessen, wie unsere Gegner in den letzten Wochen hießen. Nach solch einem Spiel sind die Köpfe natürlich unten. Aber es geht weiter und wir werden zurückkommen.“

Rafał Gikiewicz: „Das ist eine ärgerliche Niederlage gegen einen Top-Gegner. Ob es ein Elfmeter gegen uns war, weiß ich nicht. Bitter, dass er ihn wiederholen lässt. Das passiert vielleicht einmal von zehn Elfmetern. Aber die Regel ist so. Nach dem 0:1 haben wir etwas die Ruhe verloren und vor der Pause das 0:2 bekommen. Nach dem Seitenwechsel haben wir aber Charakter gezeigt und uns auch spielerisch gegen diese Spitzenmannschaft gesteigert. Auch wenn wir verloren haben, sehe ich nicht alles schlecht. Denn wir haben Qualität und wenn wir die zeigen wie zum Ende des Spiels, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen. Jetzt wollen wir gegen Leverkusen an die zweite Hälfte anknüpfen.“

Yussuf Poulsen (Leipzig): „Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht. Waren klar überlegen und haben nichts zugelassen. Gegen Ende sind wir in der Ballführung und im Passspiel etwas schlampig geworden und kriegen dann auch noch einen dummen Elfmeter. Das darf einfach nicht passieren. Das wichtigste ist aber, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Willi Orban (Leipzig): „Unter dem Strich sind wir der verdiente Sieger über 90 Minuten. Am Ende hätten wir es etwas seriöser ausspielen können. Letztendlich haben wir aber verdient gewonnen. Wir hatten heute ein gutes Positionsspiel sowie ein gutes Gegenpressing. Das war elementar gegen eine eng verteidigende Augsburger Mannschaft. Wir waren griffig und haben nach Ballverlust versucht, die Räume zu schließen und den Ball schnellstmöglich wiederzugewinnen. Dadurch konnten wir die Augsburger gut unter Druck zu setzen. Das haben wir vor allem in der ersten Hälfte sehr gut gemacht.“

Spielbericht: 1. Bundesliga: Leipzig gewinnt gegen Augsburg

Heiko Herrlich (Trainer Augsburg): „Es ist ärgerlich, dass wir zum dritten Mal in dieser Saison mit leeren Händen aus einer Partie mit Leipzig gehen. Das ist eine Top-Mannschaft, das hat man auch heute wieder gesehen. Wir haben versucht, leidenschaftlich dagegenzuhalten. Der Elfmeter gegen uns war für mich umstritten, weil für mich kein klarer Kontakt zu sehen ist. Beim 0:2 behindert Haidara Suchý beim Zurücklaufen. Ob das dann weiter passiv ist, weiß ich auch nicht. Es war unheimlich schwer nach dem 0:2. Die Mannschaft hat aufopferungsvoll dagegengehalten und versucht, das Spiel zu drehen. Wir sind durch den Elfmeter noch einmal rangekommen und haben alles versucht. Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit aufgebäumt. Wenn wir das in den nächsten Spielen auch tun, werden wir erfolgreich sein.

Julian Nagelsmann Heiko Herrlich (Trainer Leipzig):: „Ich bin zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft das Spiel angegangen ist. Wir haben von der ersten Sekunde an sehr konzentriert gespielt und haben viel Druck gemacht, haben es aber verpasst, uns noch mehr klare Torchancen rauszuspielen, weil Augsburg gut verteidigt hat.

Wir haben es über 75 Minuten sehr gut gemacht. Anschließend gab es eine etwas kopflose Verteidigungsaktion, wodurch das Spiel viel zu spannend geworden ist – das hätte nicht sein müssen. Danach haben wir dennoch mit drei, vier super Angriffen und Chancen direkt wieder Druck gemacht. Das Gegentor ärgert mich etwas, da wir das Spiel eigentlich im Griff hatten. Der Sieg am Ende war verdient“

Quelle: fcaugsburg.de, dierotenbullen.com