Nach Thüringen-Eklat: Hirte nicht mehr Ostbeauftragter

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte gibt sein Amt als Ostbeauftragter der Bundesregierung ab. „Frau Bundeskanzlerin Merkel hat mir in einem Gespräch mitgeteilt, dass ich nicht mehr Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Länder sein kann. Ihrer Anregung folgend, habe ich daher um meine Entlassung gebeten“, schrieb Hirte am Samstag auf Twitter.

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Vorher hatte die SPD die Entlassung Hirtes verlangt, nachdem dieser zur Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) als Ministerpräsident von Thüringen gratuliert hatte. „Deine Wahl als Kandidat der Mitte zeigt noch einmal, dass die Thüringer RotRotGrün abgewählt haben. Viel Erfolg für diese schwierige Aufgabe zum Wohle des Freistaats Thüringen“, hatte Hirte am Mittwoch auf Twitter geschrieben.

Dieser Tweet war auch am Samstag noch online. Die Wahl Kemmerichs hatte in Thüringen eine Regierungskrise und bundesweit eine Parteienkrise ausgelöst, insbesondere bei CDU und FDP. Kemmerich wäre offensichtlich ohne die Stimmen der AfD nicht ins Amt gekommen, auch die CDU hatte ihn gewählt. Hirte ist seit März 2018 Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Seit 2014 ist er auch stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Thüringen.