Im Mandichosee in Merching wurde eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. 

Bild (© Landratsamt AichachFriedberg, Teresa Wörle): Patches im Mandichosee

Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wird das Badeverbot aufrecht erhalten und um die Nutzungseinschränkung für Wassersportler am Mandichosee ergänzt. Aktuelle Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tychonema nicht nur an Wasserpflanzen und angeschwemmten Treibholz anlagert, sondern auch in Form von sogenannten „Patches“ (rötliche Bakterienansammlungen) im Flachwasser am Ufer vorkommt. Inwieweit diese Patches auch fernab des Ufers auf dem See vorkommen, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Auch die Toxinbestimmung – eine laborchemisch nicht ganz triviale Analyse – steht noch aus. Sie muss in einem Speziallabor durchgeführt werden. Auch die neu entdeckten Patches werden dort weiter untersucht. 

Eine Gesundheitsgefahr für Badende und Wassersportler kann daher beim Verschlucken von Wasser zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Vom Kontakt mit Wasserpflanzen, Schwemmgut und den „Patches“ im Flachwasserbereich wird dringend abgeraten. Auch Hundebesitzer sollten den Uferbereich des Mandichosees großzügig meiden und ihre Tiere auf keinen Fall ins Wasser lassen.