Nach überraschendem Spaenle-Aus – Ehemaliger Gymnasiallehrer Sibler brennt auf seine Aufgabe als Kultusminister

Heute Mittag gab Ministerpräsident Söder sein Kabinett bekannt. Zu einem der wohl überraschensten Wechsel kommt es im Kultusministerium. Bernd Sibler ersetzt dort Ludwig Spaenle. Der ausgebildete Gymnasiallehrer Sibler erhält für seine neue Aufgabe Unterstützung von Staatssekretärin Carolina Trautner aus Stadtbergen (Kreis Augsburg).

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Minister Sibler bringt die Erfahrung als Lehrer in seine Aufgabe mit ein| Foto: StMBW
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Mit der Ablösung von Ludwig Spaenle als Kultusminister hätten im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe des bayerischen Kabinetts wohl die Wenigsten gerechnet. Doch genau so kam es. Für Spaenle wird der bisherige Staatssekretär Bernd Sibler die Geschicke des Ministeriums leiten. Es ist zu vermuten, dass er ein richtiger Mann an dieser Stelle sein kann. Bernd Sibler ist in Straubing geboren. Der 47-jährige ist ausgebildeter Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte und hat selbst u.a. am Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf unterrichtet. Er lebt mit seiner Familie in Plattling im Landkreis Deggendorf und gehört seit 1998 dem Bayerischen Landtag an. Von 2007 bis 2008 war er Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Von 2008 bis 2011 leitete er den Ausschuss Hochschule, Forschung und Kultur des Bayerischen Landtags. 2011 wurde er erneut zum Staatssekretär für Unterricht und Kultus ernannt, seit Oktober 2013 war er Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

„Im Mittelpunkt meiner Aufgabe als Staatsminister für Unterricht und Kultus stehen unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und unsere Lehrerinnen und Lehrer. Denn hinter den Zahlen, hinter rund 1,7 Millionen Schülern und etwa 155.000 Lehrkräften, stehen Gesichter, Geschichten, Erfahrungen und Persönlichkeiten, die in unserem Bildungssystem berücksichtigt werden wollen. Mein Ziel ist es in den kommenden Monaten, viele von ihnen zu treffen und mir ihre Anliegen anzuhören“, erklärt Bernd Sibler, der heute von Ministerpräsident Dr. Markus Söder zum Bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus ernannt und vom Bayerischen Landtag bestätigt worden ist. Als Staatssekretärin für Unterricht und Kultus steht ihm ab sofort Carolina Trautner zur Seite (wir berichten).

Stadtbergerin Trautner nun Staatssekretärin

Carolina Trautner ist in Augsburg geboren. Die 56-jährige Apothekerin lebt mit ihrer Familie in Stadtbergen im Landkreis Augsburg und gehört seit 2013 dem Bayerischen Landtag an. Sie war dort u.a. Mitglied des Ausschusses für Bildung und Kultus und Mitglied der Enquête-Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte diese Aufgabe dankbar mit vollem Tatendrang angehen. Gemeinsam mit Staatsminister Bernd Sibler möchte ich die erfolgreiche bayerische Bildungspolitik fortsetzen und Entwicklungen wie zum Beispiel im Bereich Digitalisierung entsprechend berücksichtigen. Für eine in die Zukunft gerichtete und gerechte bayerische Bildung!“, erklärt die Staatssekretärin.

Portrait-Stin-Carolina-Trautner Nach überraschendem Spaenle-Aus - Ehemaliger Gymnasiallehrer Sibler brennt auf seine Aufgabe als Kultusminister Landkreis Augsburg Politik Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Bayerische Staatsregierung Bernd Sibler Carolina Trautner Kultusministerium | Presse Augsburg
Trautner will sich für eine gerechte Bildung einsetzen | Foto: StMBW

„Unsere Zukunft sind unsere jungen Menschen. Unser Kerngeschäft ist ihre Bildung, die Vermittlung von Wissen und Können, von Fertigkeiten und Kompetenzen. Trotzdem ist mir wichtig, dass an unseren Schulen auch Herz und Charakter vermittelt werden – das ist für mich Bildung in einem umfassenden Sinn. Wir setzen alles daran, unsere Schülerinnen und Schüler für die Chancen und Herausforderungen, die ihnen begegnen werden, vorzubereiten“, so Kultusminister Bernd Sibler, selbst ausgebildeter Gymnasiallehrer. „Auf diese Aufgabe freue ich mich außerordentlich – nicht nur als Politiker, sondern auch als Lehrer und Familienvater!“

Als Schwerpunkte der Arbeit im Kultusministerium nannte Sibler u.a. die Werte- und Demokratieerziehung sowie die Digitalisierung an den Schulen weiter voranzubringen, vergleichbar gute Lebens- und Bildungschancen in allen Landesteilen anzubieten und die jungen Menschen auf ihrem individuellen Bildungsweg passgenau zu begleiten. „Bayern ist Spitze in der Bildung und soll es auch bleiben! Die Voraussetzungen dafür sind wirklich gut. Trotz aller Erfolge im Bereich der Bildung haben wir in Bayern jedoch Herausforderungen zu bewältigen. Diese werden wir angehen und den Weg zu einem Bildungssystem, das qualitätsvoll und sozial gerecht gestaltet wird, konsequent weitergehen“, betont Bernd Sibler.