Am Montagabend war es in Augsburg-Haunstetten zu einem größeren Feuerwehreinsatz gekommen. In einem Bioethanol-Ofen in einem Mehrparteienhauses in der Angerstraße war es zu einer Verpuffung gekommen, es begann zu brennen. Eine Bewohnerin musste mit lebensbedrohliche Verletzungen ins Krankenhaus. Nun warnt die Feuerwehr vor diesen Bioethanol-Öfen.

In Haunstetten sorgte ein Bioethanol-Ofen für einen Wohnungsbrand Foto: Klaus Rainer Krieger

 

Am gestrigen Abend war es nach einer Verpuffung in einem Bioethanol-Ofen zu einem Wohnungsbrand in Augsburg-Haunstetten gekommen. Nun warnt die Feuerwehr vor dem zu lockeren Umgang mit diesen Öfen, denn Biotethanol ist nicht so ungefährlich, wie es klingt.

Friedhlem Bechtel von der Augsburger Feuerwehr informiert: „Bioethanol ist eine Alkoholart, gewonnen aus Getreide Kartoffeln Zucker. Es ist für den Verzehr völlig ungeeignet. Bioethanol besteht 95% aus pflanzlichen Alkoholen. Achtung Bioethanol kann gefährlich werden.“

Bechtel weist auf folgendes hin:

  • Bioethanol ist ein offenes Feuer, nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Bioethanol bildet schon ab 21C°  ein leicht entzündliches, explosionsfähiges Luftgemisch
  • Es entsteht Kohlenstoffdioxid- unbedingt beim Betrieb der Öfen auf ausreichende Luftzufuhr achten-mind. gekipptes Fenster
  • Kein Nachfüllen von Bioethanol bei brennenden Öfen oder Kaminen.
  • Gebrauchsanweisung beachten. Kein Nachschütten aus einem Kanister.
  • Kanister darf nicht neben dem Kamin aufbewahrt werden
  • Füllmenge unbedingt beachten
  • Ofen muss unbedingt kalt sein. Sonst Explosionsgefahr- lebensbedrohliche Verbrennungen
  • Aufstellort: Keine brennbaren Materialien in der Nähe von einem Ofen
  • Löschspray, Feuerlöscher bereitstellen, muss für Alkohole geeignet sein
  • Öfen und Kamine müssen zugelassen sein – es gibt nur wenige mit Zulassung! Z.B. DIN 4734-1
  • Bioethanol darf/sollte nur in max. 5l großen Behältern aufbewahrt werden.
  • Nur max. 5l Bioethanol darf im Haus gelagert werden.
  • Nur hochwertigen, reinen Bioethanol verwenden
  • Bei Brand oder Verbrennungen unbedingt den Notruf 112 wählen