Nächster harter Schlag für Augsburg – MAN Energy Solutions will massiv Arbeitsplätze abbauen

Nach Ledvance, Fujitsu und Premium Aerotec setzte es heute den nächsten Schlag für die schwäbische Wirtschaft. MAN Energy Solutions hat angekündigt deutschlandweit bis zu 3.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Augsburg könnte es besonders hart treffen.top-positionen-in-firmen-mit-bundesbeteiligung-bleiben-maennerdomaene Nächster harter Schlag für Augsburg - MAN Energy Solutions will massiv Arbeitsplätze abbauen Augsburg Stadt Augsburg-Stadt News Newsletter Wirtschaft Aiwanger Augsburg MAN MAN Energy Solutions Stellenabbau | Presse Augsburg

Es sind schwierige Zeiten für den Wirtschaftsstandort Augsburg. Nach den Schließungen der Standorte von Ledvance und Fujitsu, sowie dem angekündigten Stellenabbau bei Kuka und Premium Aerotec hat heute ein weiterer großer Arbeitgeber einen umfangreichen Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt.

Die VW-Tochter MAN Energy Solutions SE hat heute in Mitarbeiterversammlungen an den deutschen Standorten ein umfangreiches Restrukturierungskonzept angekündigt, bei dem bis zu 3.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Auch wurde die Struktur der Standorte überprüft, was auch Verlagerungen bis hin zu Schließungen beinhaltet. Auch wenn man den geplanten Abbau sozialverträglich gestalten möchte, betriebsbedingte Kündigungen wurden von Seiten der Unternehmensführung nicht ausgeschlossen.

Augsburg soll besonders schwer betroffen sein

Besonders hart könnte es den großen Augsburger Stammsitz treffen. Bis zu 1.800 Arbeitsplätze sollen nach Informationen interner Kreise auf der Kippe stehen. MAN Energy Solutions produziert in Augsburg Großdiesel-Motoren, Gasantriebe und Turbomaschinen. Beschäftigt sind in Werk und Verwaltung derzeit 4300 Mitarbeiter.

Die IG Metall kritisiert den vorgestellten massiven Personalabbau scharf: „Wir unterstützen ein nachhaltiges Zukunftsprogramm für MAN Energy Solutions, erwarten aber Garantien für den Verbleib bei Volkswagen“, so Michael Leppek, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für MAN Energy Solutions. Volkswagen hatte angekündigt, neben RENK auch MAN Energy Solutions verkaufen zu wollen und diesen Verkaufsprozess bisher nicht gestoppt. Gesamtbetriebsrat und IG Metall wollen noch in dieser Woche in die Verhandlungen eintreten.

„Ziel ist die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den angekündigten Arbeitsplatzabbau bei MAN Energy Solutions  in Augsburg ebenfalls bedauert. Aiwanger: „Wir sind in intensiven Gesprächen mit dem Vorstand des Unternehmens und prüfen verschiedene Unterstützungsmaßnahmen. Unser Ziel ist die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze.“ und weiter:

„Das traditionsreiche Unternehmen, das die meisten noch als MAN Diesel kennen, hat durch die Coronakrise einen deutlichen Auslastungsrückgang erlitten. Jetzt geht es darum, durch die Technologieforschungs-Programme des Wirtschaftsministeriums Innovationen zu unterstützen, um neue Märkte zu finden. Dabei zeigt sich der Bereich Wasserstoff als vielversprechender Zukunftsmarkt. Wir arbeiten zusammen mit MAN an Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Entwicklungsförderung von Wasserstoff-Elektrolyseuren. Es geht jetzt darum, den geplanten Stellenabbau möglichst gering zu halten und Kapazitäten dafür zu erhalten, wenn die Konjunktur wieder anzieht.“