Als erste Gewerkschaft hat sich Verdi mit dem Versicherungskonzern Talanx auf ein neues Modell zur betrieblichen Altersvorsorge nach der sogenannten „Nahles-Rente“ verständigt. Es sieht keinen garantierten Zins vor, sondern eine Zielrente – mit Aussicht auf höhere Erträge, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Unter der damaligen Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte die Große Koalition im Jahr 2017 ein Gesetz zur Stärkung der Betriebsrenten verabschiedet.

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Sie trat zum 1. Januar 2018 in Kraft und sollte Regelungen zwischen den Tarifparteien erleichtern. Nahles wollte die Arbeitgeber von der Haftung entlasten, wenn die einmal gegebenen Rendite-Versprechen sich nicht halten lassen. Darauf hatte sich 22 Monate lang keine Gewerkschaft eingelassen.

Fast drei Viertel der Deutschen war das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) nach einer Umfrage gänzlich unbekannt. Vom neuen Altersvorsorgemodell profitieren zunächst nur die 12.000 Mitarbeiter des Talanx-Versicherungskonzerns. Doch könnte der Abschluss mit dem drittgrößten Versicherer in Deutschland eine Pilotfunktion haben. Denn auch in anderen Gewerkschaften wird derzeit über den Aufbau neuer Versorgungseinrichtungen diskutiert.

Dem Vernehmen nach basiert das Sozialpartnermodell von Verdi und Talanx auf rendite- und sicherheitsorientierten Lösungen, die keine Garantien benötigten und deshalb kostengünstiger seien.