Natur- und Artenschutz größer denken – Augsburg könnte Vorreiterrolle übernehmen

Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg sieht im Ergebnis des Volksbegehrens die große Chance für eine Kehrtwende beim Artenschutz, und zwar ausdrücklich mit der Land- und Forstwirtschaft. Die Voraussetzungen für eine Vorreiterrolle der Stadt sind optimal. Dazu müssen vorhandene Strukturen mit staatlicher Unterstützung gestärkt und ausgebaut werden.Hier-passiert Natur- und Artenschutz größer denken - Augsburg könnte Vorreiterrolle übernehmen Augsburg Stadt News Politik Artenschutz Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg Naturschutz Volksbegehren für Artenvielfalt | Presse Augsburg

„Das erfolgreichste bayerische Volksbegehren zeigt in eindrucksvoller Weise, dass den Bürgerinnen und Bürgern der Erhalt der Artenvielfalt ein enorm wichtiges Anliegen ist. Das bestätigt unsere Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Nun müssen wir zeigen, wie ernst es uns ist, die Trendwende beim Artenschutz gemeinsam mit der Land- und Forstwirtschaft zu erreichen“, ist Nicolas Liebig, Geschäftsführer beim Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg überzeugt. „Wie das funktionieren kann, beweisen wir seit fast 25 Jahren in zahlreichen Projekten, nicht nur in Augsburg, sondern mittlerweile mit 62 bayerischen Landschaftspflegeverbänden. Die Politik ist nun aufgefordert, diese Strukturen zu stärken und auszubauen, damit sie auch auf größerer Fläche wirksam sein können“, so Liebig.

Umweltreferent Reiner Erben, der auch Vorsitzender beim Landschaftspflegeverband ist, sieht die Stadt Augsburg für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen im Naturschutz gut gerüstet. „Wir haben einen sehr erfolgreichen Landschaftspflegeverband, der bei den Naturschutzverbänden, bei der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Kommunalpolitik große Anerkennung erfährt. Mit dem Projekt „Insekten.Vielfalt.Augsburg“ starten wir im Frühjahr eine Initiative zur Umsetzung insektenfördernder Maßnahmen. Außerdem steht der Bau eines Umweltbildungszentrums kurz bevor. Hier wird die Umweltstation Augsburg mit vielfältigen Bildungsangeboten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung leisten. Große Hoffnung habe ich bei der laufenden Bewerbung der Stadt und des Landkreises Augsburg um die Ernennung zur staatlich anerkannten Ökomodellregion. Wenn wir diesen Zuschlag erhalten, haben wir Mittel, gezielt den Ökolandbau in der Region zu fördern“, erklärt Reiner Erben.

Der Umweltreferent hat eine Vision: „Das Umweltkompetenzzentrum Augsburg kann eine Vorreiterrolle im Artenschutz übernehmen. Dazu müssen wir uns anstrengen. Ich meine, die Bürger*innen haben uns hierzu eindeutig den Auftrag erteilt!“.