Nettozuwanderung nach Deutschland geht zurück

Die Nettozuwanderung nach Deutschland geht weiter zurück. Im Jahr 2018 zogen mit rund 1,59 Millionen zwar etwa 40.000 Menschen mehr nach Deutschland als im Vorjahr, im Gegenzug verließen aber 1,19 Millionen Personen das Land, rund 60.000 mehr, teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch mit. Daraus ergebe sich ein Wanderungssaldo von 0,4 Millionen, der niedrigste seit 2013, heißt es im Migrationsbericht 2018, der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

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Die Art der Zuwanderung habe sich verändert. „Die humanitäre Zuwanderung ist in den letzten drei Jahren zurückgegangen, stattdessen kommen inzwischen mehr Menschen nach Deutschland, um zu studieren und zu arbeiten“, so das Ministerium. Von den 81,6 Millionen Einwohnern Deutschlands haben demnach 13,5 Millionen eigene Migrationserfahrungen.

Im Jahr 2018 lebten etwa zwei Drittel von ihnen seit mindestens zehn Jahren in Deutschland, 49,4 Prozent seit mindestens 20 Jahren und 13,7 Prozent sogar seit 40 Jahren und länger.