Neu aufgestellt | Stadt Friedberg startet zentrales Anmeldeverfahren für die Kinderbetreuung

Derzeit werden in Friedberg durch ausschließlich 13 freigemeinnützige Träger an 18 Standorten 1.207 Kinder betreut. Jetzt übernimmt die Stadt die Gesamtkoordination. Künftig soll nun ein zentrales Anmeldeverfahren für mehr Planungssicherheit sorgen.

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Symbolbild

Auf der Suche nach einem Krippen- oder Kindergartenplatz im Friedberger Stadtgebiet mussten sich Eltern bislang direkt an die jeweilige Betreuungseinrichtung wenden. Die Anmeldeformen und -termine variierten. Um bei einer Absage noch Ausweichmöglichkeiten zu haben, kam es nicht selten zu Mehrfachanmeldungen. Diese Regelung sorgte in der Vergangenheit häufig für Unmut bei allen Beteiligten. Die fehlende Planungssicherheit – sowohl bei den Eltern als auch bei der Stadt und den zuständigen Institutionen – war einer der Hauptkritikpunkte der letzten Jahre.

Nun präsentiert die Stadtverwaltung ein komplett überarbeitetes System, das zentral von der Stadt Friedberg organisiert wird. Gemeinsam mit allen Betreuungseinrichtungen wurde ein Anmeldeverfahren entwickelt, das einfacher, transparenter und strukturierter aufgestellt ist: Eltern melden ihren Nachwuchs künftig mit einem einheitlichen, für alle Einrichtungen gültigen Formular zur Kinderbetreuung im Friedberger Stadtgebiet an – egal ob Krippe, Hort oder Kindergarten. Das Dokument ist ab sofort in allen Kinderbetreuungseinrichtungen, im Bürgerbüro und online unter www.friedberg.de/ kinderbetreuung erhältlich.

Das neue Modell respektiert auch weiterhin die Wahlfreiheit der Eltern. Drei Wunscheinrichtungen – Priorität 1, 2 und 3 – können im Aufnahmeantrag angegeben werden. Der Ablauf des Verfahrens ist zeitlich klar gegliedert. Das Anmeldeformular für das Betreuungsjahr 2019/2020 ist bis zum 1. März 2019 unterschrieben bei der Stadt Friedberg abzugeben – wahlweise per E-Mail an kinderbetreuung@friedberg.de oder per Post (Stadt Friedberg, Finanzreferat, Marienplatz 5, 86316 Friedberg). Vom 4. bis 8. März 2019 verteilt die Stadtverwaltung die eingegangenen Anträge an die jeweiligen Einrichtungen. Diese setzen sich direkt mit den Bewerbern in Verbindung und vereinbaren einen persönlichen Gesprächstermin. Die Entscheidungskriterien zur Aufnahme eines Kindes liegen nach wie vor alleine in der Hand der jeweiligen Einrichtung, wobei die Platzvergabe bis spätestens 22. Mai 2019 abgeschlossen ist. Ein detaillierter kalendarischer Überblick zum Verfahren ist online unter www.friedberg.de/ kinderbetreuung abrufbar.

In diesem neuen Modell übernimmt die Stadt Friedberg die Gesamtkoordination. Sie hat den Überblick über die Platzsituation und den Bearbeitungsstand, behält die Kontrolle und kann gegebenenfalls regulierend eingreifen. Die Einrichtungen werden organisatorisch entlastet und können sich verstärkt um ihre eigentlichen Kernkompetenzen kümmern. Die Eltern ersparen sich den Slalom durch eine Vielzahl an Institutionen und erhalten eine gestärkte Planungssicherheit.