Neu-Ulmer Delegation besucht Partnerstadt Bois-Colombes anlässlich Stadtjubiläum

Die Neu-Ulmer Partnerstadt Bois-Colombes feierte am vergangenen Wochenende ihr 125-jähriges Bestehen. Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger reiste zusammen mit einer Stadtratsdelegation nach Frankreich, um zum besonderen Stadtgeburtstag zu gratulieren und mit den französischen Freunden zu feiern.

Bc 6 Bm Revillon Und Mitglieder Des Rates Bc Beim Historischen Jahrmarkt
© Stadt Neu-Ulm

Bois-Colombes liegt in Nordwesten von Paris und hat gut 30.000 Einwohner. Die Stadt wurde am 13. März 1896 beim Aufteilen der Stadt Colombes gegründet. Heute ist Bois-Colombes eine moderne und wirtschaftsstarke Stadt, die sich stetig weiterentwickelt, ohne jedoch ihren ursprünglichen Charme zu verlieren. Hiervon konnte sich auch Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger überzeugen, die auf Einladung von Bürgermeister Yves Révillion zum Stadtjubiläum erstmals in die Partnerstadt gereist ist. „Unsere Delegation wurde sehr herzlich empfangen. Wir alle haben uns hier von der ersten Minute an sehr wohl gefühlt“, sagte Albsteiger nach ihrer Rückkehr aus Frankreich. 

Im Mittelpunkt des knapp dreitägigen Aufenthalts stand ein Festakt anlässlich der Gründung der eigenständigen Gemeinde Bois-Colombes im Jahr 1896. Albsteiger verwies in ihrer Rede darauf, dass es stets die Menschen seien, die eine Stadt zu der machen, die sie ist. „Mit viel Mut und Tatkraft, mit viel Hoffnung und Initiative der Vorfahren wurde Bois-Colombes mit der Zeit zu der wunderschönen und lebenswerten Stadt, die sie heute ist. Von Beginn an waren die Menschen hier bereit, an der Geschichte ihrer Stadt mitzuwirken. Hieran hat sich bis heute nichts geändert“, so Albsteiger. Sie verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass eine funktionierende Stadtgesellschaft ebenso wie eine Städtepartnerschaft vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger leben würde. Ihr Einsatz und ihr Engagement seien das tragende Element jeder Verbindung.

Die Oberbürgermeisterin überreichte ihrem französischen Amtskollegen eine Nachbildung der Bavaria, die im Original 18 Meter hoch auf der Münchner Theresienwiese steht. Die Nachbildung aus Porzellan stammt von der Manufaktur Nymphenburg in München und wurde mit einer persönlichen Widmung versehen. Im Gegenzug erhielt sie aus den Händen von Révillon eine Plastik aus Guss.

Sowohl Révillon als auch Albsteiger betonten ausdrücklich, wie wichtig und eng die freundschaftlichen Beziehungen ihrer beider Städte seien. Die Ebene des förmlichen Charakters, der zu Beginn der Partnerschaft im Jahr 1966 herrschte, wurde schon vor langer Zeit verlassen. „Yves Révillon und ich sind uns einig, dass wir diese Freundschaft in Zukunft nicht nur fortführen, sondern weiter intensiveren möchten. Vor allem auch auf der Ebene von Vereinen und im Bereich der Jugend“, so Albsteiger. Dementsprechend wurden während der Feierlichkeiten zwischen Franzosen und Deutschen nicht nur Erinnerungen und Anekdoten aus den vergangenen Jahren und gegenseitigen Besuchen ausgetauscht, sondern vor allem auch überlegt, in welchen Bereichen künftig verstärkt Kontakte geknüpft werden könnten.

Zum dreitägigen Festprogramm gehörten neben dem Festakt auch ein historischer Jahrmarkt auf dem Marktplatz von Bois-Colombes, Führungen durch Bois-Colombes, die Besichtigung von kommunalen Einrichtungen sowie der Besuch von Pariser Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise dem Atelier des Lumières, dem Arc de Triomphe oder des Eiffelturms. 

Der deutschen Delegation gehörten neben Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und ihrem Mann Tobias auch Bürgermeister Johannes Stingl und Bürgermeisterin Gerlinde Koch sowie die Stadträtinnen und Stadträte Juliane Lidl-Böck, Silke Sommerfeldt, Hans-Georg Maier, Rico Schlegel, Ulrich Schäufele, Günter Gillich, Walter Zerb und Stephan Salzmann sowie Ralf Mager (stellvertretender Dezernatsleiter und zuständig für Städtepartnerschaften und Sandra Lützel (Pressesprecherin) von der Stadtverwaltung und Übersetzerin Christina Zahs an.