Neue Corona-Regeln in Bayern | Vereinfachung für Gastro und Kultur – 3G-Regelungen auch für Mitarbeiter

Ab dem heutigen Freitag treten neue Corona-Regeln in Bayern in Kraft. In der neuen Fassung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde unter anderem die 3G-Regelungen ausgedehnt und die Erhebung von Kontaktdaten reduziert.

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Bild von Wilfried Pohnke auf Pixabay

Das Bayerische Kabinett hatte in dieser Woche die Änderungen der 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen. Die modifizierte Fassung gilt ab dem heutigen Freitag, 15. Oktober 2021. 

Die Verordnung wurde in folgenden Punkten geändert:

Die Kontaktdatenerhebung wird mit Wirkung vom 15. Oktober (Freitag) auf Schwerpunktbereiche mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (spreading) beschränkt.

Das sind:

  • alle geschlossenen Veranstaltungen ab 1.000 Personen
  • Clubs, Diskotheken, Bordelle und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Gemeinschaftsunterkünfte (z. B. Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten).

In allen anderen Bereichen entfällt die Kontaktdatenerhebung. Diese Änderung sollte besonders für die Gastronomie oder kleinere Veranstaltungen eine deutliche Erleichterung zum bisherigen Status quo bringen.

Mit Wirkung vom 19. Oktober (Dienstag) müssen in allen Bereichen von 3G / 3G plus / 2G künftig auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die dort jeweils geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis jedoch lediglich an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.

Auch Italien verschärft „Green Pass“-Regeln

Auch in Italien gelten heute neue Regelungen. Arbeitnehmer dürfen ohne den sogenannten Green Pass (vergleichbar mit der CovPass-App) nicht mehr an den Arbeitsplatz. Wer ohne Nachweis bei der Arbeit erscheint, gilt als unentschuldigt abwesend, und wird ohne Lohn und Beiträge für die Rentenkasse freigestellt. Ungeimpfte Personen, die auch keine Genesung nach einer Covid-Infektion nachweisen können, müssen nach den geltenden 3G-Regelungen einen Testnachweis erbringen. Alleine in Südtirol sind deshalb 40 Teststraßen geöffnet, in der Landeshauptstadt Bozen sind es fünf. In Südtirol sind diese Tests, wie in Bayern kostenpflichtig, 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder werden fällig, egal ob der Test im Testzentrum oder in einer der teilnehmenden Apotheken durchgeführt wurde. Der Test ist 48 Stunden gültig.

Verstöße gegen die Green Pass-Regelung werden vom Staat deutlich geahndet. Geldstrafen von 1.000 Euro bzw. 1.500 Euro werden für Arbeitgeber- bzw. -nehmer bei erstmaligen Verstößen fällig, bei weiteren Auffälligkeiten wird es teurer.