Neue Fakultät für Sozialwesen | Landtagsabgeordneter Güller lieferte sich Schlagabtausch mit Minister Spaenle

Landtagsabgeordneter Harald Güller (SPD) lieferte sich in der vergangenen Woche einen verbalen Schlagabtauch mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle. Nach der Ablehnung von zwei Finanzierungsanträgten sieht er keine Chance für eine baldige Errichtung einer Fakultät für Sozialwesen an der Hochschule Augsburg. Mit Kollegen will er sich trotzdem für den Standort einsetzen.

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Harald Güller im Plenum | Foto: Felix Hälbich

 

„Die Chancen für eine baldige Errichtung einer Fakultät für Sozialwesen an der Hochschule Augsburg stehen ziemlich schlecht“, lautet die Einschätzung von Harald Güller, dem stellvertretenden Haushaltsausschussvorsitzenden im Bayerischen Landtag. Gestern waren zwei Anträge zur Finanzierung von der CSU abgelehnt worden. Güllers SPD-Fraktion und auch die Freien Wähler setzen sich für den Standort Augsburg ein. Im heftigen Schlagabtausch zwischen Güller und Wissenschaftsminister Spaenle wurde aber schnell deutlich, wie groß die Vorbehalte sind.

Spaenle argumentierte mit den Geldern, die Augsburg vom Freistaat im Wissenschaftsbereich zum Beispiel für Uniklinik und Staatsarchiv bekommt. Augsburg könne sich nicht beschweren, der Freistaat tue sehr viel für die Region. Güller konterte, dass die Bedarfe nicht vergleichbar oder gar aufrechenbar seien und hinter der Forderung nach einer neuen Fakultät eine Vielzahl von Trägern stünden.

Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Linus Förster hatte Harald Güller im Vorfeld zu den Beratungen im Haushalt einen Brief an Minister Spaenle geschrieben, in dem beide SPD-Politiker die Argumente für die Einrichtung einer Fakultät für Sozialwesen in Augsburg dargelegt hatten. Schon in seiner ausführlichen Antwort auf den Brief hatte der Minister deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er derzeit keinerlei Bedarf für eine Fakultät für Sozialwesen in Augsburg sehe und wenn dieser eventuell in einigen Jahren bestünde, würden wohl eher bestehende Standorte ausgebaut.

Schwäbische SPD setzt sich weiter für Standort Augsburg ein

Die schwäbischen SPD-Politiker werden sich trotzdem weiterhin für den Standort Augsburg einsetzen, auch wenn die Chancen kurzfristig sehr gering sind. Güller: „Wichtig ist mir der Schulterschluss der regionalen Akteure in den nächsten Monaten, insbesondere weiterhin deren Unterstützung bei der Forderung nach dem Studiengang Soziale Arbeit, um auf lange Sicht das Ministerium überzeugen zu können. Da müssen alle zusammenstehen, wenn wir überhaupt noch eine Chance haben wollen.“