Neuer Auftrag für Premium Aerotec in Augsburg sichert zahlreiche gefährdete Arbeitsplätze

Der Premium Aerotec-Standort in Augsburg kann aufatmen. Heute wurde bekannt, dass ein neuer Auftrag erteilt wurde. 1.100 gefährdete Arbeitsplätze können abgesichert werden.

Foto: Dominik Mesch

Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, hat sich erfreut über den neuen Airbus-Auftrag für Premium Aerotec in Augsburg geäußert: „Das ist ein gutes Signal für Technologie-Arbeitsplätze in Bayern. Mit dem Arbeitspaket für den Langstreckenairbus A321 XLR kann eine signifikante Zahl der 1100 gefährdeten Jobs in Augsburg abgesichert werden.“

Heute hatte das Unternehmen mitgeteilt, das es ab dem kommenden Frühjahr den hinteren Mitteltank des Flugzeugs bauen wird. „Die Montage der ersten Tanks wird ab Herbst 2020 am Standort Augsburg stattfinden“, so die für die Augsburger Belegschaft so positive Nachricht.

Meldung bringt Hoffnung in die Region

Wirtschaftsminister Aiwanger hatte sich im April 2019 nach Bekanntwerden des drohenden Stellenabbaus in Gesprächen mit Premium Aerotec und Airbus für den den Erhalt der Arbeitsplätze eingesetzt und dabei eben solche Arbeitspakete für den Standort Augsburg eingefordert. „Dass dies nun Anerkennung findet, auch beim Mutterkonzern Airbus, ist außerordentlich erfreulich und bringt wieder Hoffnung in die Region, die zuletzt immer wieder von negativen Meldungen belastet wurde“, sagte Aiwanger.

Auch der Augsburger Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich (CSU) zeigt sich in einer ersten Stellungnahme erfreut: „Ich freue mich sehr über diese positiven Nachrichten für die Mitarbeiter von Premium Aerotec und den Standort Augsburg. Die Airbus-Auftragsvergabe an Premium Aerotec wird viele der derzeit 1100 gefährdeten Arbeitsplätze in Augsburg sichern. Der Wirtschaftsstandort Augsburg im Airbus-Verbund wird gestärkt. Ich werde mich weiterhin für den Standort Augsburg im Airbus-Konzern einsetzen, gleich ob Stamm- oder Leiharbeitnehmer. Sie alle sind ein wichtiger Teil von Airbus. Für die dauerhafte Sicherung einer modernen Luft- und Raumfahrt brauchen wir eine langfristige Strategie, die auch im europäischen Maßstab wirkt. Davon kann Augsburg profitieren.“ Ullrichs Bundestagskollegin Ulrike Bahr (SPD) hatte sich ebenfalls in Gespräche eingebracht, entsprechend erleichtert zeigt sie sich: „Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaften haben wir in Berlin einige Gespräche zum Thema geführt, weil gute Arbeitsplätze und Know How in der Region bleiben müssen. Dass es nun gelungen ist, Arbeitspakete nach Augsburg zu holen, ist ein großartiger Erfolg“.

Auf Initiative von Wirtschaftsminister Aiwanger sagte die Staatsregierung in den letzten Monaten auch finanzielle Hilfe in Millionenhöhe für den Luftfahrtsektor und den Leichtbaucluster im Raum Augsburg zu.

Der Wirtschaftsminister wird die Gespräche nun fortsetzen. Aiwanger: „Uns ist dabei klar, dass der Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist und es weiterer großer Anstrengungen bedarf, Premium Aerotec nachhaltig wettbewerbsfähig und konkurrenzfähig für weitere Arbeitspakete zu machen. Diesen Weg wollen wir als Bayerische Staatsregierung weiter konstruktiv begleiten und unterstützen, wo immer es geht, und daher bleiben wir dazu im steten Dialog mit Airbus und der Premium Aerotec.“

Die Gespräche werden auch von Nöten sein. Auch wenn der neue Auftrag einige Arbeitsplätze sichern kann, sind noch nicht alle Stellen dauerhaft erhalten.