Neuer FC Augsburg-Trainer nach dem Motto „Man sieht sich immer zweimal im Leben“?

Mindestens genauso heiß ist aber die Spur, die nach Straubing führt. Dort ist der ehemalige Augsburger „Wundertrainer“ Markus Weinzierl zu Hause. Unter dem ehemaligen „Trainer des Jahres“ hatte der FC Augsburg nicht nur mehrfach den Klassenerhalt, sondern auch den größten Triumph der Vereinsgeschichte feiern können. Fcb Fca 0062

Die Qualifikation für die Europa League, das Überstehen der Gruppenphase und die Spiele gegen den Liverpool FC werden den Fußballfans in Schwaben für immer im Gedächtnis bleiben. Das man im Fußballgeschäft aber auch mal vergessen muss, hatte Weinzierl zuletzt selbst bewiesen.

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Foto: Sebastian Pfister

Als Gast der BR-Sendung „Heute im Stadion“ lobte er Ende Februar den FCA und besonders Manager Reuter intensiv. Er sprach von einer tollen Zusammenarbeit mit einem kompetenten Verantwortlichen und der noch immer bestehenden engen emotionalen Verbindung zum Verein. Zu seiner dortigen Vergangenheit sagte er im BR: „Das war eine sensationelle Erfolgsgeschichte, davon werden die Leute noch lange sprechen.“ Wer die Umstände zu seinem damals eher nicht so harmonischen Abschied Richtung Schalke kennt, durfte dieses Radiointerview bereits getrost als Bewerbungsgespräch werten.

Trotz der damaligen Situation ist Weinzierl nicht nur eine gute Erinnerung, sondern vielleicht auch wieder Teil der Zukunft des FC Augsburg. Im Gegensatz zum Zeitpunkt seines Abschieds würde er den wohl qualitativ besten Augsburger Kader aller Zeiten vorfinden, ausreichend für Weinzierls Ansprüche im eher mit einem Auge nach oben schielen zu können. Dieses Potential könnte er wecken wollen, bei den Schwaben ist man davon überzeugt, dass er das kann. Weinzierl könnte sofort durchstarten, zumal auch im Trainerteam mit Tobias Zellner und Zdenko Miletic zwei alte Vertraute auf ihn warten würden. Mit Thomas Schneider, dem ehemaligen Trainer des VfB Stuttgart und Co-Trainer der Nationalmannschaft, wäre ein weiterer (Straubinger) Bekannter möglicherweise nicht abgeneigt ihn zu unterstützen.

Bleibt nur die Frage zu klären, ob einstmals aufgerissene Gräben zwischen Trainer und Manager zu kitten sind/waren.

Die Antwort dazu liefert der Bundesligist heute. Herrlich oder Weinzierl, es hat sich wohl zwischen diesen beiden entschieden. Alles andere wäre eine große Überraschung. Der in den sozialen Medien gefallene Name Tayfun Korkut hat nach unseren Informationen in den Überlegungen wohl keine Rolle gespielt.