Die SPD ist eine Arbeiterpartei. Dieser Satz hat nichts an seiner Gültigkeit verloren, außer dass das Spektrum der Wählerinnen und Wähler und Mitglieder heute weit über die Arbeitnehmerschaft hinausgeht. Bei der Bezirkskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, kurz AfA (eine der größten Arbeitsgemeinschaften innerhalb der SPD), trafen sich Delegierte aus den unterschiedlichsten Betrieben und Unternehmen aus ganz Schwaben in Augsburg, um einen neuen Vorstand zu wählen.

Der frischgewählte Vorstand der AfA in Schwaben: Florian Böhme, Peter Heinze (hinten), Stefan Korisansky, Herbert Huber, Ilona Sommerreißer, Thomas Weigel, Janine Hendriks und Marco Ströer (von links). Daniel Becht fehlt auf dem Foto. | Foto: Annette Luckner

Die schwäbische SPD-Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr freute sich über den Zuwachs im Ostallgäu, wo kürzlich erst eine AfA gegründet worden war. Thematisch ging es den Delegierten und Gästen natürlich um die Warnstreiks der IG Metall, die gerade stattfinden und um kleinere Firmen, in denen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaum trauen, einen Betriebsrat zu gründen. Ein hoher Grad an gewerkschaftlicher Organisation sei aber nötig, um die Arbeitnehmerrechte zu stärken. Darin waren sich die AfA-Vertreter und die Gäste einig. Im anstehenden Landtagswahlkampf setzt die SPD, auf der Bezirkskonferenz neben Ulrike Bahr auch mit dem Präsidiumsmitglied der BayernSPD, Annette Luckner, vertreten, auf einen engen Schulterschluss von Gewerkschaften und Partei.