Erst im Oktober 2011 hatte sich die Christlich-Soziale-Mitte (CSM) von der CSU abgespalten und eine eigene Fraktion im Augsburger Stadtrat gebildet, Anfang 2012 dann als Verein gegründet. Neben Bürgermeister Hermann Weber gehören dieser aktuell weitere 5 Stadträtinnen und Stadträte an. Es sollte wieder mehr Sach- statt Personalpolitik gemacht, Oberbürgermeister Gribl aber weiter unterstützt werden. Vor allem das „Postengeschachere“ wollten die CSM-Politiker nicht weiter mitmachen. Es war also ein ganz neues Gefühl für die früher langjährigen Unions-Mitglieder, als sie an diesem Wochenende als eigenständige Wählervereinigung zu einem Neujahrsempfang vor der Kommunalwahl einluden.

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Bürgmeister Weber und Fraktionschefin Eberle freuen sich über den Besuch von „Stoiber“ Wolfgang Krebs | Foto: Wolfgang Czech

Die CSM betonte, sie sei keine Partei,  sondern verstehe sich als eine Wählervereinigung. Diese kleine, junge Gruppierung scheint es aber schon geschafft zu haben bei Ihren Wählern präsent zu sein. Das Interesse der Augsburger an dieser kleinen Gruppe und ihren Ideen scheint hoch zu sein, denn der Saal war gut besucht. Viele Vertreter aus Politik und Gesellschaft konnten Bürgermeister Hermann Weber und Fraktionsvorsitzende Claudia Eberle begrüßen. Selbst Oberbürgermeister Dr. Gribl war unter den Gästen, obwohl er noch am gleichen Abend zum Neujahrsempfang der Staatsregierung nach München musste. Er konnte aber noch mitverfolgen, dass die CSM auch auf ihn im kommenden Wahlkampf und der darauf folgenden Legislaturperiode baut. Gerne würden sie weiterhin eine fraktionsübergreifende Stadtregierung bilden und Hermann Weber als Bürgermeister stellen. Auch sonst finden sich im Wahlprogramm der CSM Punkte, die die Bildung einer Koalition durchaus weiterhin als möglich erscheinen lassen. So ist sowohl der CSU, als auch der neuen Wählervereinigung unter anderem eine bessere Organisationsstruktur der städtischen Verwaltung (Abschaffung von mindestens einem Referat) ein großes Anliegen.

In Ermangelung eines spektakulären Politikers der eigenen Vereinigung als Redner mimte anschließend der bekannte Kabarettist mit Augsburger Wohnsitz, Wolfgang Krebs, gleich zwei hochrangige Vertreter, Horst Seehofer und Edmund Stoiber. Krebs baute viel Lokalkolorit ein. So ließ er (Stoiber) den legendären Transrapid vom Hauptbahnhof über die SGL Arena und Allianz Arena zum Franz-Josef-Strauß Flughafen fahren.