Neusäßer Güller verpasst den Machtwechsel – Ammon bleibt Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands

Der Verbandstag des Bayerischen Landes-Sportverbands hat gewählt. Ein Wahlvorschlag um den Neusäßer Landtagsabgeordneten Harald Güller wollte den Verband reformieren, konnte sich aber nicht durchsetzen. Das „Güller-Team“ konnte  die Verbandsführung um den umstrittenen Jörg Ammon nicht ablösen.

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Güller und seine Fraktion beantragen die Einführung einer Ehrenamtskarte | Foto: Dominik Mesch

Der BLSV ist die Dachorganisation des organisierten Sports in Bayern, er vertritt derzeit rund 4,5 Millionen Mitglieder in 11.700 Vereinen. Mit über 90.000 Trainer und Übungsleiter sowie etwa 300.000 Ehrenamtliche sind der BLSV und seine 57 Sportfachverbände nach eigenen Angaben zur größten Personenvereinigung und Bürgerbewegung Bayerns. Heute waren die Delegierten der Mitgliedsverbände auf dem Verbandstag aufgerufen, bei der Präsidiumsswahl die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

In den letzten Monaten war das amtierende Präsidium dieses Großverbandes um den Nürnberger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Jörg Ammon sicher nicht unumstritten gewesen, insgesamt eine von Uneinigkeit getragene Amtszeit. Eine kompetente Mannschaft um den Neusäßer Landtagsabgeordneten Harald Güller strebte auf dem heutigen Verbandstag in München an die Führung zu übernehmen und den BLSV wieder in sich zu versöhnen und zu reformieren, daraus wurde nichts.

Nach einem zähen Wahlvorgang konnte sich Ammon erneut mit 202 von 326 Stimmen (vier ungültige) durchsetzen. Güller vereinte auf sich und sein Team 37,3 Prozent, ein Resultat, dass die „Lagerspaltung“ im Bayerischen Landes-Sportverbands erneut verdeutlichte. Die große Geschlossenheit sieht anders aus. „Für uns ist es ein Achtungserfolg. Wir waren ein tolles Team, haben uns über Monate in die Aufgabe hineingekniet. Schade drum, der BLSV hat keine leichte Zeit vor sich.“, so Güller in einer ersten Stellungnahme nach dem Wahlgang.